Alzey (as) – Am Montag wurde die Fertigstellung der Erschließungsarbeiten im Industriegebiet Alzey Ost gebührend gefeiert. An der Zeremonie nahmen Ministerpräsident Alexander Schweitzer und Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt teil, um gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wirtschaft die Bedeutung des Projekts zu würdigen. Die schnellen und effizienten Arbeiten innerhalb von nur zwei Jahren werden als eine beeindruckende Gemeinschaftsleistung aller Beteiligten gewertet.
Innerhalb dieses Zeitraums wurden auf einer Fläche von rund 78 Hektar neue Straßen, eine Brücke und komplette Versorgungssysteme errichtet. Das Projekt ermöglichte die Ansiedlung von namhaften Unternehmen wie dem Pharmakonzern Lilly Deutschland und TST sowie die Erweiterung bestehender Betriebe wie Lufthansa Technik AERO Alzey (LTAA).
Lokale Bedeutung und wirtschaftliche Perspektiven
Bürgermeister Steffen Jung unterstrich die Tragweite des Projekts für die Stadt: „Mit der Erschließung des Industriegebiets Ost und der Freigabe der Osttangente haben wir einen echten Meilenstein erreicht. Hier entstehen Arbeitsplätze, Zukunftschancen und Perspektiven, und das auf eine Art und Weise, die Ökologie, Geschichte und Wirtschaft verbindet.“
Die Geschäftsführer der Erschließungsgesellschaft Alzey (EGA), Tim Brauer und Martin Gerkhardt, lobten die erfolgreiche Zusammenarbeit als Paradebeispiel für eine öffentlich-private Partnerschaft. Diese Kooperation habe dazu beigetragen, dass die Planung und Umsetzung reibungslos verliefen.
Landespolitische Würdigung: Wachstum und Zukunftsfähigkeit
Ministerpräsident Alexander Schweitzer betonte die landesweite Signalwirkung der neuen Infrastruktur: „Eine leistungsfähige Verkehrsanbindung ist die Basis für Wachstum und Innovation hier in Alzey. […] Davon profitieren auch Schlüsselbranchen wie die Biotechnologie, die wir mit Nachdruck fördern, um Rheinland-Pfalz zu einem führenden Standort der Lebenswissenschaften auszubauen.“
Auch Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt hob die Bedeutung des Projekts hervor: „Die Fertigstellung der Osttangente […] verdeutlicht auch, dass eine gute Verkehrsinfrastruktur wichtig und notwendig für die Attraktivität eines Standorts ist. Ich freue mich, dass wir mit diesem Projekt einmal mehr zeigen können, wie Infrastruktur, Ansiedlung und Wirtschaftswachstum Hand in Hand gehen.“
Historischer und ökologischer Mehrwert
Neben der wirtschaftlichen Entwicklung wurde das Projekt von der Landesarchäologie begleitet, die auf einer Fläche von rund 60 Hektar mehr als 1.500 Befunde dokumentierte. Dabei wurden spektakuläre Entdeckungen gemacht, darunter die größte bekannte eisenzeitliche Siedlung in Rheinhessen und ein Grab, in dem ein Mensch gemeinsam mit einem Pferd bestattet wurde.
Zudem wurden umfassende ökologische Maßnahmen umgesetzt. Entlang der Selz wurden Renaturierungen vorgenommen, Amphibientunnel und Fledermausnetze installiert sowie neue Grünverbindungen geschaffen.
Infrastruktur mit Strahlkraft
Die neue Osttangente, zu der auch eine 40 Meter lange Selzbrücke gehört, verbessert die Anbindung des Industriegebiets erheblich. Die Otto-Lilienthal-Straße ist nun durchgängig befahrbar, was eine spürbare Entlastung für die Karl-Heinz-Kipp-Straße bedeutet. Auch Radfahrer profitieren von der Erneuerung des Selztalradwegs.
Mit der Ansiedlung von Lilly Deutschland, die 2,3 Milliarden Euro investiert, und weiteren Unternehmen wird der Wirtschaftsstandort Alzey nachhaltig gestärkt und erhält eine überregionale Bedeutung.
Die Erschließungsgesellschaft Alzey (EGA), ein Zusammenschluss von öffentlicher Hand und Privatwirtschaft, hat die Entwicklung der Gewerbeflächen partnerschaftlich vorangetrieben.



































