Symbolfoto Alzeyer Zeitung / KI-generiert
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ALZEY-WORMS (k)- Der Kreistag des Landkreises Alzey-Worms hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, gemeinsam mit den Landkreisen Mainz-Bingen, Bad Kreuznach und Rhein-Hunsrück sowie den Städten Mainz und Worms einen Antrag auf Landesförderung für eine Koordinierungsstelle zur interkommunalen Zusammenarbeit zu stellen. Vorgesehen ist die Einrichtung einer vollständig geförderten Koordinierungsstelle, die zunächst auf zwei Jahre befristet ist. Das Projekt insgesamt ist auf eine Laufzeit von fünf Jahren ausgelegt.

Die Koordinierungsstelle soll die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Kommunen stärken und Verwaltungsabläufe einheitlicher und effizienter gestalten. Geplant ist unter anderem, die Digitalisierung und den Klimaschutz gemeinsam voranzubringen sowie Ressourcen in der Personalentwicklung zu bündeln. Zudem sollen Stellungnahmen zu Fachverfahren besser koordiniert und die Kooperation in Bereichen wie Mobilität und Jugendhilfe weiterentwickelt werden.

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Landrat Heiko Sippel erklärte, dass interkommunale Zusammenarbeit zwar bereits in vielen Bereichen stattfinde, bislang jedoch nicht in dieser Breite. Bisher hätten vor allem einzelne Kooperationen zwischen dem Landkreis Mainz-Bingen und der Stadt Mainz sowie zwischen dem Landkreis Alzey-Worms und der Stadt Worms bestanden. Die weitergehende Zusammenarbeit des Landkreises Alzey-Worms mit Worms und Mainz-Bingen biete großes Potenzial und sei in dieser Form landesweit bislang beispiellos. Daher eigne sich das Vorhaben für eine Pilotförderung des Landes. Auf Ebene des Regionaltags seien bereits rund 150 Aufgabenbereiche identifiziert worden, die sich für eine verstärkte Zusammenarbeit eignen könnten.

Mit Blick auf den Fachkräftemangel hob Sippel hervor, dass interkommunale Zusammenarbeit insbesondere dort wichtig sei, wo spezialisiertes Fachpersonal benötigt werde. Fällt in einer Verwaltung entsprechendes Personal kurzfristig aus, könne der kommunale Verbund diesen Bedarf auffangen.

Den Antrag auf Landesförderung wird nach Angaben des Landrats der Landkreis Mainz-Bingen beim Land einreichen.

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