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Alzey (as) – Mit der offiziellen Wiedereröffnung ist die Stadthalle nach mehreren Monaten Bauzeit wieder an die Stadt übergeben worden. Die Arbeiten wurden rechtzeitig vor Beginn der Fastnachtskampagne abgeschlossen. Trotz eines engen Zeitfensters sowie zusätzlicher, ursprünglich nicht geplanter Maßnahmen konnte der Termin eingehalten werden.

Bürgermeister Steffen Jung erklärte bei der gestrigen Eröffnung, die Stadt habe ihr Versprechen gehalten, die Halle pünktlich wieder nutzbar zu machen. Der große Saal ist ab sofort wieder für Veranstaltungen ohne Einschränkungen freigegeben

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Kostenrahmen eingehalten

Ursprünglich als einfache Sanierung konzipiert, wurde das Projekt im Verlauf erweitert. Unter anderem wurde zusätzlich eine Brandmeldeanlage mit direkter Aufschaltung zur Feuerwehr eingebaut. Die Mehrkosten von rund 200.000 Euro waren zunächst nicht eingeplant. Dennoch blieb es bei den vorgesehenen Gesamtkosten von 1,8 Millionen Euro.

Architekt Jörg Deibert sprach von einer pragmatischen Sanierung, die sich auf notwendige Maßnahmen konzentriert habe. Alle erforderlichen Abnahmen sind erfolgt, die Brandmeldeanlage ist seit dem 8. Januar in Betrieb. Damit ist die Stadthalle wieder ohne Auflagen nutzbar. Zuvor waren Veranstaltungen nur mit deutlich reduzierter Besucherzahl möglich.

Foto: Carsten Selak FOTOGRAFIE

Regionale Zusammenarbeit als Schlüsselfaktor

Bei der Eröffnung wurde die Zusammenarbeit zwischen Stadt, Baugesellschaft, Planern und regionalen Handwerksbetrieben hervorgehoben. Nach Angaben der Projektverantwortlichen trug insbesondere die enge Abstimmung aller Beteiligten dazu bei, Zeit- und Kostenrahmen einzuhalten. Gearbeitet wurde bis kurz vor Abschluss der Bauphase, teilweise auch an Feiertagen.

ABG-Geschäftsführer Volker Riedel bezeichnete die Wiedereröffnung als wichtigen Schritt für die Stadt. Noch vor wenigen Jahren waren deutlich höhere Sanierungskosten im Gespräch. Der Verzicht auf aufwendige Technik und der Fokus auf funktionale Lösungen hätten die Umsetzung ermöglicht

Neue Nutzungen und zusätzliche Flächen

Mit der Sanierung wurden auch neue Nutzungsmöglichkeiten geschaffen. Der große Saal steht wieder für Fastnacht, Vereinsveranstaltungen, Konzerte und kulturelle Formate zur Verfügung. Die ehemaligen Volkerstuben werden derzeit zu Büroflächen ausgebaut. Der Ratskeller ist baulich vorbereitet und kann neu verpachtet werden. Zudem ist im ehemaligen Kopfbau ein Eiscafé mit barrierefreiem Zugang geplant. Der Stadthallenplatz soll dadurch stärker belebt werden.

Für Ratskeller, Eiscafé und die Büroflächen im Obergeschoss werden aktuell Pächter und Mieter gesucht. Gespräche laufen bereits. Nach Angaben der ABG soll insbesondere das gastronomische Konzept zur Stadthalle passen. Für das geplante Eiscafé sind Gespräche mit einem Anbieter vorgesehen, der auch Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen beschäftigen will.

Bedeutung für die Stadt

Bürgermeister Jung betonte, die Entscheidung zur Sanierung sei gemeinsam von Stadtrat, Verwaltung und Baugesellschaft getroffen worden. Ziel sei der dauerhafte Erhalt der Stadthalle als zentraler Veranstaltungsort gewesen. Nach den offiziellen Ansprachen nutzten Vertreter aus Politik und beteiligten Firmen die Gelegenheit, die sanierten Bereiche bei Führungen zu besichtigen.

Mit der Wiedereröffnung steht die „Gut Stubb“ der Stadt Alzey wieder als Veranstaltungsort für Begegnung, Kultur und Vereinsleben zur Verfügung.

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