ANZEIGE

ALZEY (k)- Ein außergewöhnliches Stück aus dem Alzeyer Schatzfund von 2012 steht im Mittelpunkt des kommenden „Museumsnachtischs“ im Museum Alzey. Am Dienstag, 16. Dezember, nimmt das Museum ein reich verziertes Fibelpaar unter die Lupe – feuervergoldete Silberspangen, die um das Jahr 500 nach Christus vermutlich als Teil eines reichen Frauenschmucks vergraben wurden.

Besonders bemerkenswert ist die Darstellung eines kleinen Insekts auf den Fibeln. Dieses Motiv eröffnet, wie das Museum ankündigt, erstaunliche Zugänge zur Vergangenheit und wirft die Frage auf, wie Symbole über Zeiten und Kulturen hinweg wandern. Die Spur des dargestellten Insekts – der Zikade – lässt sich von der Bronzezeit in China über die klassische Antike und die Völkerwanderungszeit bis in die Gegenwart verfolgen.

ANZEIGE

Der Alzeyer Schatzfund zählt zu den Prunkstücken des Museums. Neben zahlreichen hochwertigen Stücken enthält er das nun im Fokus stehende Fibelpaar, dessen kunstvolle Gestaltung weit über alltägliche Kleidungsschließen hinausgeht. Fibeln dienten ursprünglich als broschenartige Verschlüsse, doch das Alzeyer Beispiel zeigt, welch hohe Qualität solche Gegenstände erreichen konnten.

Der Museumsnachtisch am 16. Dezember lädt dazu ein, dieser kulturhistorischen Reise zu folgen und die überraschenden Wandlungen des Zikadenmotivs kennenzulernen. Die Kurzveranstaltung findet von 13 bis 13:20 Uhr statt, der Eintritt ist frei. Das Museum Alzey ist barrierefrei zugänglich.

ANZEIGE