ALZEY-WORMS (k)- Im Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft und des europäischen Gedenkens hat der Landkreis Alzey-Worms an einer Gedenkfahrt in die nordfranzösische Somme-Region teilgenommen. Sabrina Schmidt vertrat den Landkreis bei der von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) organisierten Reise, die zu den bedeutendsten Erinnerungsorten des Ersten Weltkriegs führte.
Landrat Heiko Sippel hatte Schmidt mit der Vertretung des Landkreises beauftragt. Ausschlaggebend hierfür war ihr langjähriges Engagement im Vorstand des Freundeskreises Erbes-Büdesheim–Maurepas/Leforest, der sich seit vielen Jahren für die deutsch-französische Städtepartnerschaft und den europäischen Austausch einsetzt.
Gedenken auf dem Soldatenfriedhof Fricourt
Einer der bewegendsten Momente der fünftägigen Reise war die Kranzniederlegung auf dem deutschen Soldatenfriedhof in Fricourt, auf dem rund 20.000 deutsche Soldaten ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Im Namen des Landkreises Alzey-Worms legte Sabrina Schmidt dort einen Kranz nieder und gedachte der Opfer des Ersten Weltkriegs.
An der Gedenkfeier nahmen Vertreter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der Partnergemeinde Mannweiler-Cölln, Politiker sowie zahlreiche Gäste teil. Ein Kinderchor und die Nationalhymnen Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens verliehen der Zeremonie einen besonders würdevollen und versöhnlichen Charakter.
Im Anschluss führte eine gemeinsame Prozession zum Denkmal der französischen Gefallenen, wo weitere Kränze niedergelegt wurden – ein sichtbares Zeichen für die enge Verbundenheit der einst verfeindeten Nationen.
Erinnern an die Schrecken des Ersten Weltkriegs
„Es ist eine große Ehre und zugleich eine Verpflichtung, den Landkreis Alzey-Worms an einem so geschichtsträchtigen Ort vertreten zu dürfen“, sagte Sabrina Schmidt. Die Schlacht an der Somme mit ihren rund 1,2 Millionen Toten und Verwundeten innerhalb weniger Monate mache deutlich, welchen unschätzbaren Wert Frieden und ein geeintes Europa heute hätten.
Während der Gedenkfahrt besuchte die Delegation weitere historische Erinnerungsorte. Dazu gehörte unter anderem der Lochnagar-Krater, der durch eine gewaltige Sprengung am ersten Tag der Somme-Schlacht entstand. Ebenfalls auf dem Programm standen das kanadische Nationaldenkmal in Vimy sowie das Monument von Thiepval, das an rund 70.000 vermisste Soldaten des damaligen British Empire erinnert.
Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft
Ein weiterer Höhepunkt war die Gedenkfeier in Maurepas. Dort legte Sabrina Schmidt einen Kranz im Namen der Ortsgemeinde Erbes-Büdesheim nieder, die seit 2004 eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde pflegt. Die Begegnungen verdeutlichten einmal mehr, wie wichtig der persönliche Austausch für die Pflege der deutsch-französischen Freundschaft ist.
Abgerundet wurde die Reise durch Besuche historischer Museen sowie einen fachlichen Austausch mit der französischen Gendarmerie. Die Gespräche mit Teilnehmern aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland unterstrichen die Bedeutung gemeinsamer Erinnerungskultur und machten deutlich, dass Versöhnung und Frieden auch heute keine Selbstverständlichkeit sind, sondern immer wieder neu gelebt werden müssen.





























