250 Läufer trotzen der „Treppe zur Hölle“ am Betzenberg – Anspruchsvolles Treppenrennen lockt Teilnehmer und Zuschauer nach Kaiserslautern
Kaiserslautern (as) – Beim dritten „Stairway to Devil“-Lauf des 1. FC Kaiserslautern hat sich der Betzenberg erneut in eine außergewöhnliche Sportarena verwandelt. Rund 250 Teilnehmer stellten sich der extremen Herausforderung auf den Stufen hinter der Westtribüne – begleitet von zahlreichen Zuschauern, die entlang der Strecke für Stimmung sorgten.
206 Stufen pro Runde – ein Kilometer voller Belastung
Startpunkt des Rennens ist der Fuß des Betzenbergs. Von dort führt die Strecke über die markante Treppe mit 206 Stufen hinauf, ehe es über die Straße „Am Betzenberg“ wieder bergab geht. Eine Runde misst knapp einen Kilometer, wobei insbesondere der steile Anstieg vielen Teilnehmern alles abverlangt. Während einige Läufer die Stufen im Laufschritt bewältigten, entschieden sich andere bewusst für ein schnelleres Gehen, um Kräfte zu sparen.
Je nach Wettbewerb standen fünf oder zehn Runden auf dem Programm. Neu hinzu kam in diesem Jahr ein Zwei-Stunden-Lauf, bei dem es darum ging, möglichst viele Runden innerhalb des Zeitlimits zu absolvieren.
Alzeyer Nauth vom TV Alzey setzt sich durch
Über die Fünf-Kilometer-Distanz, auch „halbe Hölle“ genannt, setzte sich Johannes Nauth vom TV Alzey durch. In 24:02 Minuten übernahm er in der zweiten Runde die Führung und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Dahinter folgten Benjamin und Bastian Göttel.

Bei den Frauen gewann Teunie Mosterd das Rennen über fünf Kilometer in 27:59 Minuten.
Im neuen Zwei-Stunden-Format „Deine ganz eigene Hölle“ gingen 56 Teilnehmer an den Start. Jens Stöber sicherte sich mit 24 absolvierten Runden den Sieg. Bei den Frauen lag Claudia Klumpp mit 19 Runden vorne.
Gundall und Ruf dominieren über zehn Kilometer
Auch über die doppelte Distanz wurden starke Zeiten erzielt. Bei den Männern setzte sich Daniel Gundall durch, der nach exakt 46 Minuten das Ziel erreichte. Schnellste Frau über zehn Kilometer war Kathrina Ruf, die in 51:19 Minuten gewann.
Alzeyer Zeitung mit eigener Starterin vertreten
Auch die Alzeyer Zeitung schickte eine Läuferin ins Rennen: Vanessa Steinbach vom TV Laubenheim 1883 e.V. stellte sich der Herausforderung am Betzenberg. Die Athletin, die sich aktuell auf die Halbmarathons in Venlo und Mainz vorbereitet, lief ein kontrolliertes Rennen und erreichte einen soliden Platz im Mittelfeld.
Feuerwehr in voller Montur und internationale Beteiligung
Für besondere Aufmerksamkeit sorgten zwei Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Kaiserslautern. Sie absolvierten die Strecke über fünf Kilometer in kompletter Einsatzkleidung inklusive Atemschutzgerät. Rund 25 Kilogramm Zusatzgewicht sowie die eingeschränkte Wärmeabgabe der Ausrüstung machten den Lauf zu einer extremen Belastungsprobe.
Auch internationale Teilnehmer setzten Akzente: Zwei US-Soldaten aus Ramstein gingen über zehn Kilometer mit einer deutsch-amerikanischen Freundschaftsflagge an den Start.
Organisation an der Belastungsgrenze – neues Konzept im kommenden Jahr
Organisator Jonas Hoffmann von der FCK-Running-Abteilung zog ein positives Fazit. Die Kapazitätsgrenze sei mit 250 Teilnehmern nahezu erreicht, insbesondere auf der Treppe und in engen Streckenabschnitten werde es schnell eng. Perspektivisch denkt das Organisationsteam über eine Erweiterung des Konzepts nach – unter anderem mit einem Drei-Stunden-Lauf sowie versetzten Startzeiten, um künftig mehr Teilnehmer zu ermöglichen.
Große Resonanz auch bei den Zuschauern
Erstmals war die Veranstaltung bereits vor dem offiziellen Meldeschluss ausgebucht. Entlang der Strecke verfolgten etwa 200 Zuschauer das Geschehen. Mit Kuhglocken, Fahnen, Pfeifen und lautstarker Unterstützung trugen sie zur besonderen Atmosphäre dieses außergewöhnlichen Laufs bei.






























