ALZEY (k)- Pünktlich zum Welttag des Buches hat die Stadt ihr erstes eigenes Kinderstadtbuch vorgestellt. Im Museum der Stadt erhielten Schülerinnen und Schüler der Nibelungenschule sowie der Albert-Schweitzer-Schule einen exklusiven Einblick in die neue Geschichte rund um Mila, Paul und Roß Max. Die Figuren führen junge Leserinnen und Leser auf kindgerechte und spannende Weise durch ihre Stadt.
Lesung im Museum sorgt für Begeisterung
Die Präsentation fand an einem passenden Ort statt: im Museum der Stadt Alzey. Zwischen Ausstellungsstücken wie Nymphenstein, Villa Rustica und einem Legionär bekamen zwei vierte Klassen einen ersten Eindruck vom Buch – genau dort, wo auch die Figuren der Geschichte auf Entdeckungstour gehen.
Schon bei der Lesung wurde deutlich, dass das Buch Abenteuer vor der eigenen Haustür erzählt und Einblicke in die Geschichte der Stadt vermittelt. Die Reaktionen der Kinder fielen entsprechend positiv aus: Sie hörten aufmerksam zu, applaudierten begeistert und nutzten die anschließende Autogrammstunde mit Autorin Christine Halfmann intensiv.
Bedeutung für die Stadt hervorgehoben
Begrüßt wurden die Schülerinnen und Schüler von Bürgermeister Steffen Jung. Er dankte der Autorin für Idee und Umsetzung des Projekts und betonte dessen Bedeutung: Das Kinderstadtbuch solle insbesondere jungen Menschen helfen, mehr über ihre Heimat zu erfahren.
Ermöglicht wurde das Projekt durch Fördermittel des Landes im Rahmen des Programms „Innenstadtimpulse“, das 90 Prozent der Kosten übernahm. Insgesamt wurden 3.000 Exemplare produziert. Ein Großteil wird an Grundschulen in Alzey verteilt, weitere Bücher sind später kostenlos in der Tourist Information erhältlich.
Spielerischer Zugang zur Stadtgeschichte
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Mila und Paul, die gemeinsam mit Max, dem Pferd des Volkers von Alzey, ihre Stadt erkunden. Dabei begegnen sie historischen Orten, spannenden Ereignissen und Persönlichkeiten, die das Stadtleben bis heute prägen.
Das Buch vermittelt Wissen bewusst nicht trocken, sondern lebendig und kindgerecht. Auch Museumsleiter Tim Kerig machte deutlich, dass Geschichte im Museum erlebt werden kann – ein Eindruck, der durch einen spontanen Schreiwettbewerb zwischen den Klassen zusätzlich unterstrichen wurde.
Neugier auf die eigene Heimat wecken
Autorin Christine Halfmann erklärte, ihr Ziel sei es, Kinder für ihre Stadt zu begeistern und ihnen ein Gefühl von Zuhause zu vermitteln. In der Lesung gab sie Einblicke in verschiedene Themen des Buches – von Schwefelquellen und Kurbetrieb in der Römerzeit über sprachliche Besonderheiten bis hin zur Geschichte der Nikolaikirche.
Am Ende nahmen die Kinder nicht nur ein eigenes Exemplar mit, sondern auch die Motivation, ihre Stadt weiter zu erkunden – im Unterricht, mit Freundinnen und Freunden oder gemeinsam mit der Familie. Mit dem neuen Kinderstadtbuch schafft die Stadt Alzey einen zugänglichen Einstieg in ihre Geschichte und lädt junge Leserinnen und Leser dazu ein, ihre Umgebung neu zu entdecken.
































