Fotoquelle: Stadtverwaltung Alzey

ALZEY (k)- Bei ihrer Generalversammlung hat die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Alzey auf ein intensives Jahr 2025 zurückgeblickt. Schnell wurde dabei deutlich, wie umfangreich das Engagement der Einsatzkräfte ist. Neben Beruf, Familie und Alltag bewältigen die Feuerwehrfrauen und -männer zahlreiche Einsätze, Übungen und Ausbildungsstunden sowie Aufgaben im Brand-, Zivil- und Katastrophenschutz.

Begleitet wurde die Versammlung von der Feuerwehr- und Stadtkapelle Alzey. Auch dort ist Nachwuchs gefragt: Um neue Mitglieder zu gewinnen, soll die Zusammenarbeit mit der Kreismusikschule künftig verstärkt werden.

Zahlreiche Einsätze im gesamten Jahr

Die Zahlen aus dem Jahresbericht des stellvertretenden Wehrleiters Marcel Krusch verdeutlichen die Belastung: Insgesamt wurde die Feuerwehr zu 299 Einsätzen alarmiert. Darunter waren 35 Gebäudebrände, 14 Fahrzeugbrände, neun Flächenbrände sowie 42 Verkehrsunfälle.

Auch außergewöhnliche Einsätze gehörten dazu – etwa bei Starkregenlagen, Umweltgefahren oder Tierrettungen. In einem Fall musste sogar ein Nutria in der Innenstadt eingefangen werden. Besonders arbeitsintensiv war der Juli mit 44 Einsätzen innerhalb eines Monats. Insgesamt konnten vier Menschen und eine Katze gerettet werden.

Hoher Aufwand im Ehrenamt

Neben den Einsätzen nimmt auch die Vorbereitung viel Zeit in Anspruch. Mehr als 1.700 Stunden entfielen auf Übungen, rund 1.500 Stunden auf Einsätze und etwa 1.600 Stunden auf weitere Aufgaben. Insgesamt kamen so fast 5.000 ehrenamtliche Stunden zusammen.

Diese Zahlen zeigen, wie viel Engagement die Feuerwehrangehörigen leisten – und das unentgeltlich in ihrer Freizeit.

Personal bleibt ein wichtiges Thema

Wehrleiter Joachim Ganz betonte, dass die Feuerwehr in Alzey grundsätzlich gut aufgestellt und jederzeit handlungsfähig sei. Einen akuten Personalmangel gebe es nicht.

Dennoch sei klar, dass bei rund 300 Einsätzen im Jahr ein stabiler Personalstamm notwendig sei. Jede zusätzliche Einsatzkraft entlaste die bestehende Mannschaft. Ganz machte deutlich: Mehr Feuerwehrfrauen und -männer seien jederzeit willkommen.

Zugleich dankte er den Einsatzkräften ausdrücklich für ihren kontinuierlichen Einsatz neben ihren privaten und beruflichen Verpflichtungen.

Zukunftsaufgaben im Blick

Auch organisatorisch stehen wichtige Entwicklungen an. Der beschlossene Feuerwehrentwicklungsplan für das Jahr 2025 bringt zahlreiche Aufgaben mit sich, bietet aber zugleich eine klare Orientierung für die Weiterentwicklung der Feuerwehr in der Stadt.

Ein weiteres zentrales Thema ist der Katastrophenschutz. In den vergangenen Jahren seien Strukturen teilweise zurückgebaut worden, deren Fehlen heute spürbar sei. Der Wiederaufbau – etwa bei Evakuierungsräumen oder sogenannten Wärmeinseln – werde Zeit und Ressourcen benötigen.

„Zurückgebaut war schnell. Die Strukturen jetzt wieder aufzubauen hingegen ist schwer und kostet Zeit“, erklärte Joachim Ganz.

Zusammenarbeit als Schlüssel

Abschließend hob der Wehrleiter die Bedeutung der Zusammenarbeit hervor – sowohl innerhalb der Stadt Alzey als auch mit den Ortsteilen und benachbarten Feuerwehren. Auch kreiseigene Fahrzeuge und spezielle Ausrüstung werden von der Feuerwehr Alzey betreut und regelmäßig eingesetzt.

Damit bleibt die Feuerwehr ein zentraler Bestandteil der Sicherheitsstruktur – getragen vom Engagement vieler Ehrenamtlicher.

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