ALZEY-WORMS (k)- Im Landkreis Alzey-Worms laufen die Vorbereitungen auf den ab dem Schuljahr 2026/2027 geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder weiter an. Das Jugendamt hat deshalb erneut Eltern der Einschulungsjahrgänge 2026 und 2027 zu ihrem Betreuungsbedarf befragt, um die Angebote im Kreis gezielt auszubauen.
Grundlage für die geplanten Maßnahmen ist das Ganztagsförderungsgesetz. Es sieht vor, dass Grundschulkinder künftig an Werktagen täglich mindestens acht Stunden betreut werden können – auch während der Schulferien. Die Betreuung ist jedoch kostenpflichtig.
Die Auswertung der Umfrage zeigt, dass der Bedarf an Betreuung im Landkreis hoch ist. Besonders gefragt sind die Betreuende Grundschule und die Ganztagsschule. Viele Eltern bevorzugen dabei die Betreuende Grundschule, weil sie flexiblere Zeiten ermöglicht. Nur rund 20 Prozent der Eltern benötigen außerhalb der Unterrichtszeiten keine zusätzliche Betreuung. Der größte Bedarf besteht am Nachmittag bis 16 Uhr. Viele Familien wünschen sich zudem eine verlässliche Betreuung sowie ein warmes Mittagessen für ihre Kinder.
Auch der Bedarf an Ferienbetreuung wurde untersucht. Etwa ein Drittel der Eltern gab an, keine Betreuung in den Ferien zu benötigen. Die meisten Familien wünschen sich Angebote für zwei bis sechs Wochen im Jahr. Während der Ferien reichen laut Umfrage für mehr als zwei Drittel der Eltern vier bis sechs Stunden Betreuung täglich aus. 29 Prozent wünschen sich hingegen eine ganztägige Betreuung über acht Stunden.
Besonders gefragt sind Betreuungsangebote in den Oster- und Herbstferien, meist jedoch nur für eine der beiden Ferienwochen. In den Sommerferien konzentriert sich der Bedarf vor allem auf die ersten drei Wochen. In den Weihnachtsferien wird dagegen nur wenig Betreuung benötigt.
Um Eltern die Planung zu erleichtern, hat der Landkreis eine neue Online-Übersicht für Ferienangebote eingerichtet. Dort sollen nach und nach alle Angebote im Kreis gebündelt werden. Eltern können sich und ihre Kinder bereits registrieren. Anbieter erhalten über die Kreisjugendpflege die Möglichkeit, ihre Programme einzustellen. Die Buchung erfolgt in der Regel direkt beim jeweiligen Veranstalter. Perspektivisch ist zudem ein Online-Bezahlsystem vorgesehen.
Da der Bedarf an Betreuungsplätzen weiter steigt, sucht die Kreisverwaltung außerdem Ehrenamtliche für Ferienangebote in den Verbandsgemeinden und der Stadt. Interessierte können sich über die Kreisjugendpflege melden.
Nach Angaben des Jugendamtes sollen Eltern auch künftig regelmäßig zu ihren Betreuungswünschen befragt werden, damit die Angebote weiter an den Bedarf von Familien angepasst werden können.

































