ALZEY (as) – Die Bewegung „Alzey bewegt sich“ lädt für Samstag um 18 Uhr zu einem Treffen in der Alzeyer Innenstadt ein. Treffpunkt ist am Denkmal „Schnatz vom Kronenplatz“. Von dort aus wollen Mitglieder und Interessierte erneut durch den Bereich rund um die Antoniterstraße gehen und mit Anwohnern und Passanten ins Gespräch kommen.

Wie Initiator Sven Seemann gegenüber der Alzeyer Zeitung berichtet, finden solche Rundgänge bereits seit dem Frühjahr in regelmäßigen Abständen statt. Alle paar Wochen seien Mitglieder der Bewegung in dem Bereich unterwegs, um Präsenz zu zeigen und vor allem den direkten Austausch mit den Menschen vor Ort zu suchen.

Hintergrund sind die seit längerer Zeit immer wieder geäußerten Beschwerden von Anwohnern und Bürgern sowie die Diskussion um das subjektive Sicherheitsgefühl in Teilen der Alzeyer Innenstadt. Die Alzeyer Zeitung hatte über die Debatte und unterschiedliche Einschätzungen von Bürgern, Politik und Verwaltung in den vergangenen Wochen mehrfach ausführlich berichtet.

Auch an diesem Wochenende wolle man wieder Präsenz zeigen, erklärt Seemann. Gleichzeitig legt er Wert darauf, dass die Initiative keiner politischen Richtung zugeordnet werden möchte.

„Es geht darum, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und auch Präsenz von alteingesessenen Alzeyern zu zeigen“, sagt Seemann. Dabei gehe es nach seiner Darstellung nicht um Konfrontation, sondern darum, sich mit den Entwicklungen in der eigenen Stadt auseinanderzusetzen.

„Man darf ein Viertel nicht einfach abschreiben oder hoffen, dass andere etwas regeln“, erklärt er.

In Gesprächen höre er häufig die Auffassung, für bestehende Probleme seien die Stadtverwaltung, das Ordnungsamt, die Polizei oder andere Stellen zuständig. Seemann sieht dabei jedoch auch die Bürger selbst in der Verantwortung.

„Ich sehe das anders“, sagt er und zieht einen Vergleich: „Wenn bei mir etwas nicht läuft wie es soll, dann warte ich auch nicht bis jemand anderes es für mich regelt.“

Für „Alzey bewegt sich“ bedeute dies nach Angaben des Initiators, nicht nur über Entwicklungen zu sprechen, sondern selbst vor Ort zu sein, zuzuhören und den Kontakt zu den Menschen zu suchen.