Alzey-Worms. Die SPD Alzey-Worms schickt den amtierenden Landrat Heiko Sippel erneut ins Rennen um das Landratsamt. Bei einer Vollversammlung in der Alzeyer Stadthalle wählten die Mitglieder Sippel einstimmig zum Kandidaten für die kommende Landratswahl. Zuvor hatte bereits der Vorstand des SPD-Unterbezirks Alzey-Worms seine Kandidatur einstimmig unterstützt.

Sippel ist seit dem 1. Januar 2020 Landrat des Landkreises Alzey-Worms. Bei der Landratswahl im Jahr 2019 hatte er sich mit 51 Prozent der Stimmen durchgesetzt.

Der Vorsitzende des SPD-Unterbezirks, Christian Wertke, bezeichnete das Abstimmungsergebnis als deutliches Zeichen der Unterstützung innerhalb der Partei. Gleichzeitig verwies er auf die derzeit schwierige bundespolitische Situation der SPD. Die bevorstehende Landratswahl müsse jedoch unabhängig davon betrachtet werden.

„Eine Landratswahl ist keine Bundestagswahl. Hier geht es um unseren Landkreis, um die Menschen, die hier leben, und um die Frage, wem sie zutrauen, Verantwortung für Alzey-Worms zu übernehmen“, erklärte Wertke.

Im Wahlkampf wolle die SPD nach eigenen Angaben vor allem die kommunalpolitische Arbeit der vergangenen Jahre in den Mittelpunkt stellen. Wertke nannte dabei unter anderem die Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden sowie die Suche nach Lösungen bei unterschiedlichen Interessen. Zugleich kündigte er an, sich auch mit Kritik an der SPD auseinanderzusetzen.

„Wir müssen zuhören – auch dort, wo Menschen mit der SPD unzufrieden sind. Kritik darf man nicht wegreden. Man muss sie ernst nehmen und daraus Konsequenzen ziehen“, sagte Wertke.

Sippel verweist auf Projekte seiner Amtszeit

Sippel selbst bedankte sich nach seiner Nominierung für das Vertrauen der Parteimitglieder. In seiner Rede blickte er auf verschiedene Herausforderungen während seiner bisherigen Amtszeit zurück. Dazu zählte er die Corona-Pandemie, Tierseuchen, die Vorbereitung auf eine mögliche Gasmangellage, die Unterbringung von Geflüchteten sowie Maßnahmen zur Krisenvorsorge.

Als wichtige Projekte nannte Sippel unter anderem den Erhalt des Kreiskrankenhauses, den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs, die Entscheidung für eine neue Integrierte Gesamtschule in Alzey sowie Investitionen in Bildung und Betreuung. Auch Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen führte er als Schwerpunkte an.

„Ich würde gerne auch in Zukunft mit voller Kraft und Leidenschaft daran mitwirken, die Erfolgsgeschichte des Kreises weiterzuschreiben“, erklärte Sippel.

Der amtierende Landrat wird auch weiterhin beim Landkreistag Rheinland-Pfalz als Landrat des Landkreises Alzey-Worms geführt.

Unterstützung von Illing und Jung

Der Landtagsabgeordnete Heiner Illing hob bei der Versammlung die Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Land hervor. Er beschrieb Sippel als verlässlichen Ansprechpartner und verwies auf die enge Abstimmung bei regionalen Themen.

Auch der Alzeyer Stadtbürgermeister und Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Alzey, Steffen Jung, sprach sich für Sippels erneute Kandidatur aus. Er betonte insbesondere die Zusammenarbeit zwischen Landkreis, Stadt und Gemeinden.

Mit der einstimmigen Nominierung hat die SPD Alzey-Worms ihre Kandidatenfrage für die Landratswahl damit entschieden. Im weiteren Wahlkampf will die Partei nach eigenen Angaben vor allem Sippels bisherige Arbeit im Landkreis und kommunalpolitische Themen in den Mittelpunkt stellen.

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