ALZEY (k)- Im Alzeyer Osten entsteht in den kommenden Jahren ein neues Wohnquartier mit 88 öffentlich geförderten Wohnungen.
In der Siegfried- und Kriemhildenstraße werden derzeit die bisherigen Gebäude abgerissen. An ihrer Stelle plant die Alzeyer Baugesellschaft (ABG) mit den „Nibelungenhöfen“ ihr bislang größtes Wohnbauprojekt. Die Fertigstellung ist für 2028 vorgesehen.
Auf dem rund 9.400 Quadratmeter großen Gelände soll eine Blockrandbebauung mit begrüntem Innenhof entstehen. Geplant sind 45 Sozialmietwohnungen sowie 43 geförderte Wohnungen für Menschen mit mittlerem Einkommen. Das Angebot reicht von Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen und richtet sich damit an unterschiedliche Altersgruppen und Haushaltsgrößen.
Alle 88 Wohnungen werden barrierefrei gebaut, neun davon zusätzlich rollstuhlgerecht. Jede Wohnung erhält außerdem einen Balkon oder eine Terrasse.
Alte Gebäude werden derzeit abgerissen
Bevor gebaut werden kann, müssen die bisherigen Einfachbauten in der Siegfried- und Kriemhildenstraße weichen. Nach Angaben der ABG ließen deren Bausubstanz und energetischer Zustand eine wirtschaftlich sinnvolle Modernisierung nicht mehr zu.Die früheren Bewohner waren bereits im September 2024 über die Pläne informiert worden. Gemeinsam mit ihnen seien anschließend neue Wohnmöglichkeiten gesucht worden. Ein Teil zog in andere Wohnungen der ABG. Beim Abriss soll möglichst viel vorhandenes Material wiederverwendet werden.
Das beauftragte Unternehmen Aßmuß Bau trennt die Baustoffe beim Rückbau. Mineralischer Bauschutt wird aufbereitet und soll anschließend als Sekundärbaustoff zur Verfüllung von Kellerbereichen des Neubaus eingesetzt werden. Dadurch bleibt ein Teil der bisherigen Gebäude auf dem Gelände und wird für das neue Quartier wiederverwendet.
Gleichzeitig sollen Transporte, Emissionen und der Verbrauch neuer Rohstoffe reduziert werden.Innenhof mit Demenzgarten und MehrgenerationenspielplatzDie Nibelungenhöfe sollen mehr bieten als zusätzlichen Wohnraum. Im Zentrum des Quartiers ist ein begrünter Innenhof vorgesehen. Dort sollen unter anderem Bäume, Ruhebereiche, ein Demenzgarten, barrierefreie Hochbeete sowie ein Mehrgenerationenspielplatz entstehen. Auch ein gemeinschaftlicher Bewohnertreff ist geplant. Dafür wird eine Vier-Zimmer-Wohnung im Erdgeschoss mit Terrasse eingerichtet. Der möblierte Gemeinschaftsraum mit barrierefreier Küche soll beispielsweise für gemeinsame Koch-, Spiele- oder Fernsehabende genutzt werden können.
Für ältere Bewohner wird zudem Unterstützung unmittelbar im Quartier angeboten. Eine Sozialstation der AWO soll dort häusliche Alten- und Krankenpflege anbieten. Auch ein Büro des AWO-Betreuungsvereins ist vorgesehen.Carsharing und Bikesharing geplantEin weiterer Bestandteil des Projekts ist ein Mobilitätsangebot für die Bewohner. Geplant sind sowohl Carsharing-Angebote als auch eine Bikesharingstation. Damit sollen Menschen auch ohne eigenes Auto mobil bleiben können. Die Wohngebäude selbst werden in serieller und modularer Bauweise mit Stahlbetonfertigteilen errichtet. Dabei arbeitet die ABG wie bereits beim Projekt Alte Stadtgärtnerei mit dem Unternehmen Goldbeck zusammen.
Bürgermeister und ABG-Aufsichtsratsvorsitzender Steffen Jung sieht in dem Vorhaben einen wichtigen Baustein für die Entwicklung des Alzeyer Ostens. Das Projekt verbinde bezahlbaren und barrierefreien Wohnraum mit generationenübergreifenden Angeboten, nachhaltigem Bauen und neuen Mobilitätsmöglichkeiten.
Bis 2028 sollen die Nibelungenhöfe vollständig fertiggestellt sein. Dann sollen auf dem ehemaligen Gelände der Einfachbauten 88 neue Wohnungen sowie zahlreiche gemeinschaftlich nutzbare Angebote zur Verfügung stehen..


























