MAINZ/ALZEY-WORMS (k)- Rund 700 kontrollierte Personen, 41 sichergestellte Gegenstände und zahlreiche eingeleitete Verfahren: Das Polizeipräsidium Mainz hat sich am Mittwoch, 4. November 2026, an landesweiten Schwerpunktkontrollen zur Einhaltung des Waffen- und Messerverbots im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) beteiligt. Anlass war das einjährige Bestehen der entsprechenden Landesverordnung in Rheinland-Pfalz.

Die Kontrollen fanden an mehreren Bahnhöfen und weiteren Standorten im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Mainz statt. Auch in Alzey, Wörrstadt, Worms und Osthofen waren Einsatzkräfte unterwegs.

Kontrollen an zahlreichen Standorten

Ein Schwerpunkt der Maßnahmen lag im Bereich des Mainzer Hauptbahnhofs. Dort begleitete auch Innenminister Schwickert die Arbeit der Einsatzkräfte.

Weitere Kontrollen wurden in Alzey, Wörrstadt, Worms, Osthofen, Kirchheimbolanden, Eisenberg, Bad Kreuznach, Bingen, Kirn und Bad Sobernheim durchgeführt.

Unterstützung erhielt das Polizeipräsidium Mainz durch das Polizeipräsidium Einsatz, Logistik und Technik. Darüber hinaus waren die Bundespolizei sowie mehrere kommunale Vollzugsdienste an den Maßnahmen beteiligt.

Ziel der Schwerpunktkontrollen war es, die Einhaltung des geltenden Waffen- und Messerverbots zu überprüfen und auf die bestehenden gesetzlichen Regelungen aufmerksam zu machen.

41 Gegenstände sichergestellt

Im Rahmen der Kontrollen überprüften die Einsatzkräfte insgesamt knapp 700 Personen.

Dabei wurden drei Strafverfahren und 34 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Zudem stellten die Beamten insgesamt 41 Gegenstände sicher. Darunter befanden sich zwölf Messer, ein Pfefferspray sowie Vapes, Snus und Betäubungsmittel.

Die Polizei machte keine näheren Angaben dazu, an welchen Kontrollorten die einzelnen Gegenstände sichergestellt beziehungsweise die Verfahren eingeleitet wurden.

Waffen- und Messerverbot vielen Fahrgästen nicht bekannt

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Mainz stießen die Kontrollen bei den Bürgerinnen und Bürgern auf eine durchweg positive Resonanz.

Gleichzeitig zeigte sich bei Gesprächen mit den kontrollierten Personen, dass das seit einem Jahr geltende Waffen- und Messerverbot in öffentlichen Verkehrsmitteln vielen Fahrgästen bislang nicht bekannt war.

Die Schwerpunktmaßnahmen dienten daher nicht nur der Überwachung der Vorschriften, sondern auch der Sensibilisierung der Bevölkerung.

Mit den Kontrollen soll die Sicherheit im öffentlichen Personennahverkehr gestärkt und auf die geltenden Verbote aufmerksam gemacht werden.