Symbolfoto Alzeyer-Zeitung / KI-generiert

ALZEY-WORMS (k)- Der Landkreis Alzey-Worms will seine Vorsorge für länger andauernde Stromausfälle weiter verbessern. Der Kreisausschuss hat einstimmig beschlossen, die Ausschreibung für einen neuen Abrollbehälter Notstrom auf den Weg zu bringen. In derselben Sitzung wurde außerdem über die weitere Unterstützung des Cafés Asyl in Alzey entschieden.

Neuer Abrollbehälter soll Einsatzfähigkeit bei Stromausfällen sichern

Mit der geplanten Beschaffung einer mobilen Netzersatzanlage möchte der Landkreis seine Fähigkeiten im Brand- und Katastrophenschutz stärken. Insbesondere bei großflächigen oder länger andauernden Stromausfällen soll die zusätzliche Technik dazu beitragen, die Einsatzfähigkeit der Hilfsorganisationen und Feuerwehren zu sichern sowie kritische Infrastruktur zu unterstützen.

Landrat Heiko Sippel unterstrich die Bedeutung einer vorausschauenden Krisenvorsorge. Der Landkreis müsse ausreichend Einsatzmittel bereithalten, um auch in außergewöhnlichen Situationen handlungsfähig zu bleiben. „Man kann nicht genug Ersatzanlagen haben“, betonte Sippel während der Sitzung.

Die Beschaffung ist Bestandteil des mittelfristigen Investitionsprogramms für den Brand- und Katastrophenschutz der Jahre 2020 bis 2025. Mit dem neuen Abrollbehälter soll die letzte noch ausstehende Maßnahme dieses Programms umgesetzt werden.

Der einstimmige Beschluss bedeutet zunächst, dass das Vergabeverfahren eingeleitet werden kann. Eine konkrete Auftragsvergabe ist damit noch nicht erfolgt. Über deren Ergebnis wird der Kreisausschuss zu einem späteren Zeitpunkt informiert.

Café Asyl erhält auch 2027 Unterstützung

Neben der Katastrophenschutzvorsorge beschäftigte sich der Kreisausschuss mit der Fortführung der Integrationsarbeit des Cafés Asyl in Alzey.

Mit zwei Gegenstimmen sprach sich das Gremium dafür aus, die bestehende Kooperationsvereinbarung mit dem Diakonischen Werk Rheinhessen und der Evangelischen Kirchengemeinde Alzey für das Jahr 2027 zu verlängern.

Die Zusammenarbeit besteht bereits seit 2015. Ein Schwerpunkt liegt auf der Qualifizierung und Begleitung von Menschen, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingsbetreuung engagieren.

Im Rahmen der Qualifizierungsmaßnahme „Integrationspat*innen“ werden Freiwillige darauf vorbereitet und dabei unterstützt, Geflüchtete bei ihrer Integration zu begleiten.

Ehrenamtliche leisten Beitrag zur Integration

Landrat Heiko Sippel würdigte die Arbeit des Cafés Asyl und der dort tätigen Ehrenamtlichen. Sie unterstützten geflüchtete Menschen beim Ankommen und bei der Integration vor Ort. Gleichzeitig trage ihre Tätigkeit dazu bei, die Ausländerbehörde zu entlasten.

Für die Arbeit des Cafés Asyl fallen nach Angaben der Kreisverwaltung rund 16.000 Euro an. Hinzu kommen etwa 5.000 Euro Raummiete, die von der Evangelischen Kirchengemeinde Alzey übernommen werden.

Mit den beiden Entscheidungen setzt der Kreisausschuss unterschiedliche Schwerpunkte: Während die geplante Notstromanlage die technische Vorsorge für Krisensituationen verbessern soll, wird mit der Fortführung der Kooperation die ehrenamtlich getragene Integrationsarbeit in Alzey unterstützt.