Bild der Unfallstelle
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Kirchheimbolanden /Freimersheim (jk) – Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es heute gegen 16:06 Uhr auf der A 63 zwischen den Anschlussstellen Kirchheimbolanden und Freimersheim.

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Nach bisherigem Erkenntnisstand bremste dort ein 28-jähriger Fahrer eines Kleintransporters einen LKW mit Anhänger aus, der gerade vom Parkplatz Heuberger Hof losgefahren war. Der LKW wurde von einem 30-Jährigen Mann gelenkt. Aufgrund des Ausbremsens blieben beide Fahrer auf der Standspur stehen.

 

Ein nachfolgender 63-jähriger Fahrer eines Sattelzuges rammte anschließend zunächst den stehenden LKW mit Anhänger, verlor hierdurch die Kontrolle über seinen Sattelzug und schleuderte auch gegen den Transporter. Anschließend kippte er um und blieb quer über beide Fahrbahnen liegen. Zuletzt fuhr noch ein 48-jähriger Fahrer eines PKW in den querlegenden Sattelzug. Die aus Stahlbehältern bestehende Ladung des Sattelzuges verteilte sich teilweise auf der Fahrbahn. Dabei hatten alle Unfallbeteiligten Glück im Unglück, denn lediglich der 28-Jährige Kleintransporterfahrer kam mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus. Der 30-jährige LKW-Fahrer erlitt einen leichten Schock. Alle anderen Unfallbeteiligten blieben unverletzt. Ein weiterer LKW konnte gerade noch vor der Unfallstelle stoppen. Den Gesamt-Sachschaden an den Fahrzeugen schätzt die Polizei auf mindestens ca. 200.000 Euro. Dazu kommen noch Schäden an der Fahrbahn und ggfs. an Leitplanken und Beschilderung. Die A 63 in Richtung Mainz ist seit dem Unfall gesperrt. Unfallaufnahme und Bergearbeiten dauern gegenwärtig noch an und dürften erst frühestens gegen Mitternacht beendet sein. In Richtung Mainz kam es zu mehreren Kilometern Rückstau. Die Polizei leitete den Verkehr an der Anschlussstelle Kirchheimbolanden von der A 63 ab. Für die aufwändigen Berge- und Abschlepparbeiten musste ein Spezialunternehmen angefordert werden. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde zudem ein Gutachter zur Unfallaufnahme hinzugezogen. Die Polizei wird nun den Unfallhergang ermitteln.

 

Im Einsatz waren neben Kräften der Polizeiautobahnstation Gau-Bickelheim auch Kräfte der Polizeiinspektion Alzey und Kirchheimbolanden, der Verkehrsdirektion Mainz, sowie Kräfte der Kriminaldirektion Mainz für die Spurensicherung.

 

Außerdem waren 70 Kräfte der umliegenden Feuerwehren, des THW und des Rettungsdienstes mit Notärzten am Unfallort im Einsatz sowie Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Gau-Bickelheim. Während der Unfallaufnahme musste auch für ca. 10 Minuten die Richtungsfahrbahn Kaiserslautern gesperrt werden, da die Polizei eine Drohne für Übersichtsaufnahmen über der Autobahn in den Einsatz brachte.

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