Kritik an pauschaler Einstufung von Hunderassen
Die PARTEI MENSCH KLIMA TIERSCHUTZ fordert die Abschaffung sogenannter Rasselisten für Hunde in Rheinland-Pfalz. Anlass ist das 26-jährige Bestehen der Regelung, nach der bestimmte Hunderassen pauschal als gefährlich eingestuft werden. Nach Ansicht der Partei werde damit nicht das individuelle Verhalten eines Tieres berücksichtigt.
Der Bundesvorsitzende Dennis Landgraf erklärte, wissenschaftliche Erkenntnisse zeigten, dass das Verhalten von Hunden vor allem von Erziehung, Haltung und Umwelt abhänge. Eine Gefährdungseinstufung müsse daher im Einzelfall erfolgen.
Auswirkungen auf Tierheime und Haltung
Nach Angaben der Partei hätten gelistete Hunde deutlich schlechtere Chancen auf Vermittlung. Viele Tiere würden über Jahre in Tierheimen verbleiben. Zudem seien Hunde mit Maulkorb- und Leinenpflicht in ihrem Sozialverhalten eingeschränkt, was sich negativ auf ihr Leben auswirken könne.
Auch auf mögliche Nebeneffekte weist die Partei hin. Einreise- und Zuchtbeschränkungen könnten demnach dazu führen, dass Tiere vermehrt über unseriöse Wege beschafft werden.
Forderung nach Neuausrichtung der Gesetzgebung
Nathalie Christine Pönicke-Schmitz, Leiterin des Parteiausschusses für Praktischen Tierschutz, sprach sich für eine grundlegende Reform der bestehenden Regelungen aus. Statt pauschaler Verbote brauche es aus Sicht der Partei stärker auf Aufklärung, Halterverantwortung und individuelle Bewertungen ausgerichtete Maßnahmen.
Hintergrund: Rasselisten in Rheinland-Pfalz
In Rheinland-Pfalz wurden bestimmte Hunderassen bereits in einer früheren Gefahrenabwehrverordnung als gefährlich eingestuft. Dazu zählen unter anderem Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier und Staffordshire Bullterrier sowie deren Kreuzungen. Diese Einstufung wurde später in das Landeshundegesetz übernommen.






























