Alzey (as) – Nach mehreren Vorfällen von Sachbeschädigung in der Tiefgarage unter dem Museumsplatz ruft die Stadt Alzey die Bevölkerung zur Mithilfe auf. Allein in den vergangenen zwei Wochen wurden dort sechs Feuerlöscher missbräuchlich ausgelöst. Die Alzeyer Zeitung berichtete regelmäßig über solche Vorfälle.

Hohe Kosten und Risiken für Fahrzeuge

Nach Angaben der Stadt kommt es bereits seit Monaten immer wieder zu mutwilligen Beschädigungen in der Tiefgarage. Besonders problematisch sei das Auslösen von Pulverfeuerlöschern. Neben den Kosten für Ersatzbeschaffungen entstehen dabei auch erhebliche Aufwendungen für Reinigungsarbeiten. Diese können sich pro Vorfall auf mehrere hundert Euro belaufen.

Hinzu kommen mögliche Schäden an abgestellten Fahrzeugen. Das Löschpulver kann in empfindliche Fahrzeugteile eindringen und dort teure Folgeschäden verursachen, die sich nur mit hohem Aufwand beseitigen lassen.

Erste Maßnahmen bereits umgesetzt

Um das Risiko zu reduzieren, hat die Stadt nach eigenen Angaben an mehreren Stellen Pulverlöscher durch Schaumlöscher ersetzt. Deren Rückstände lassen sich im Fall eines Missbrauchs leichter entfernen.

Unabhängig davon bleibt das grundsätzliche Problem bestehen: Neben dem Missbrauch von Feuerlöschern werden auch Fahrzeuge beschädigt. Immer wieder kommt es laut Stadt zu abgetretenen Außenspiegeln oder abgerissenen Scheibenwischern. Der entstandene Schaden summiert sich mittlerweile auf mehrere tausend Euro.

Videoüberwachung und Kontrollen

Die Tiefgarage ist videoüberwacht. Zusätzlich ist der Kommunale Vollzugsdienst regelmäßig vor Ort. Die Stadt arbeitet außerdem mit der Polizei zusammen, um die Verantwortlichen zu ermitteln. In den kommenden Tagen ist eine Plakataktion geplant, um auf die Vorfälle aufmerksam zu machen.

Bürgermeister kündigt konsequentes Vorgehen an

Bürgermeister Steffen Jung kündigte ein konsequentes Vorgehen gegen die Verantwortlichen an. Ziel sei es, die Täter zu ermitteln und mögliche Regressforderungen zu prüfen.

Hinweise aus der Bevölkerung erbeten

Die Stadt bittet Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben, sich per E-Mail an die Verwaltung zu wenden. Ziel ist es, die Vorfälle aufzuklären und weitere Schäden zu verhindern.

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