ALZEY (k)- Viel Sonnenschein und volle Becken haben dem Alzeyer Wartbergbad eine erfolgreiche Freibadsaison beschert.
Knapp 80.000 Besucherinnen und Besucher werden bis zum Saisonende erwartet – rund 13.000 mehr als im vergangenen Jahr. Am Freitag, 18. September, öffnet das Freibad traditionell zum Winzerfest ein letztes Mal seine Tore. Gleichzeitig richtet sich der Blick bereits auf 2027: Dann erwartet die Badegäste unter anderem eine neue Rutsche.
Allein von Mai bis August wurden 75.768 Gäste gezählt. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 62.430. Zusammen mit den Besucherzahlen aus dem September soll die Marke von 80.000 erreicht werden. Damit steigt die Zahl der Badegäste gegenüber 2025 um mehr als 20 Prozent.
Mai und Juli mit deutlichem Besucherplus
Besonders auffällig war die Entwicklung im Mai. Mit 11.410 Gästen kamen mehr als doppelt so viele Menschen ins Wartbergbad wie im Mai 2025, als 5.515 Besucher gezählt wurden. Auch der Juli fiel mit 20.310 Gästen deutlich stärker aus als im Vorjahr mit 13.802. Besucherstärkster Monat blieb der Juni: 25.499 Menschen nutzten das Freibad, nach 24.268 im vergangenen Jahr. Im August wurden 18.549 Besucher gezählt und damit nahezu ebenso viele wie 2025 mit 18.845. Den größten Andrang an einem einzelnen Tag gab es am 21. Juni. Insgesamt 2.554 Menschen besuchten an diesem Tag das Wartbergbad.
Geschäftsführer Falk Schuler führt die erfolgreiche Saison vor allem auf das gute Freibadwetter zurück. Gleichzeitig sei die Saison ohne größere Zwischenfälle verlaufen.
Hohe Besucherzahlen forderten das Team
Der Andrang bedeutete allerdings auch mehr Arbeit für die Beschäftigten. Neben der Aufsicht an den Becken mussten die technischen Anlagen gewartet und regelmäßige Hygienekontrollen durchgeführt werden. Hinzu kam, dass dem Betrieb in diesem Jahr zwei erfahrene Stammkräfte fehlten. Auch die Technik wurde durch die hohen Besucherzahlen stärker beansprucht. Nach Angaben von Schwimmmeister Ingo Boos mussten die Filter häufiger gespült werden, zudem stieg der Chlorverbrauch.
Die Wasserqualität erfüllte nach Angaben des Wartbergbads während der gesamten Saison die gesetzlichen Anforderungen. Die aus hygienischen Gründen festgelegte Kapazitätsgrenze von rund 3.500 gleichzeitig anwesenden Personen wurde zu keinem Zeitpunkt erreicht. Badegäste mussten deshalb auch an besonders gut besuchten Tagen nicht abgewiesen werden.
Neue Rutsche kommt 2027
Während für die Badegäste nun die Winterpause beginnt, stehen im Wartbergbad bereits die nächsten Arbeiten an. Eine sichtbare Neuerung erwartet die Besucher zum Saisonstart 2027: Die bisherige Rutsche wird durch eine neue Ausführung aus Edelstahl ersetzt. Diese soll zusätzlich mit einer Zeitmessung ausgestattet werden.
Noch deutlich größer fallen die Veränderungen in den darauffolgenden Jahren aus. Nach dem Ende der Freibadsaison 2027 sollen die Bauarbeiten für die geplante neue Schwimmhalle beginnen. Vorgesehen ist eine moderne Anlage mit einem 25-Meter-Becken. Bis zum Beginn der Freibadsaison 2030 soll das Projekt weitgehend fertiggestellt sein. Auch ein moderner Sanitärtrakt ist Teil der Planungen.
Bürgermeister Steffen Jung kündigte für 2027 zunächst noch einmal eine vollständige Freibadsaison mit der neuen Rutsche an. Anschließend soll mit dem Neubau der Schwimmhalle die umfassende Weiterentwicklung des Wartbergbads beginnen. Wer während der Wintermonate verfolgen möchte, was sich auf dem Gelände tut, kann dies über die Social-Media-Kanäle des Wartbergbads tun. Dort will das Team unter anderem über die Arbeiten an der neuen Rutsche und die Vorbereitungen für die kommende Saison informieren.

























