ALZEY (k)- Die neue Integrierte Gesamtschule in Alzey kann zum Schuljahr 2027/2028 an den Start gehen. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) hat die Errichtung der Schule zum 1. August 2027 genehmigt.
Gleichzeitig hat der Kreistag mehrheitlich beschlossen, für die IGS ein neues Schulgebäude auf dem Gelände der Gustav-Heinemann-Realschule plus und Fachoberschule zu planen. Die neue IGS wird vierzügig aufgebaut und beginnt mit der Klassenstufe 5. Je nach Zahl der Anmeldungen können in den Jahrgangsstufen 5 bis 10 jeweils bis zu vier Parallelklassen eingerichtet werden.
Vorgesehen ist eine Ganztagsschule in Angebotsform, die zugleich die Aufgabe einer Schwerpunktschule übernimmt. Schulträger ist der Landkreis Alzey-Worms. Grundlage für die Genehmigung ist der vom Bildungsministerium festgestellte Bedarf für eine weitere Integrierte Gesamtschule in Alzey. Bereits im Dezember 2025 hatte der Landkreis einen entsprechenden Antrag gestellt.
Hintergrund ist insbesondere die anhaltende Nachfrage nach Plätzen an Gesamtschulen und Gymnasien. Landrat Heiko Sippel bezeichnet die Genehmigung als wichtigen Meilenstein. Mit der neuen Schule würden zusätzliche Wahlmöglichkeiten für Familien geschaffen und der Schulstandort Alzey gestärkt.
Eigenes Gebäude für die neue IGS
Parallel zur Genehmigung hat der Kreistag eine wichtige Entscheidung für die räumliche Zukunft der Schule getroffen. Auf dem Grundstück der Gustav-Heinemann-Realschule plus und Fachoberschule in der Dr.-Georg-Durst-Straße 19 soll ein Neubau für die IGS entstehen. Die Gustav-Heinemann-Realschule plus und FOS soll weiterhin ihr bestehendes Schulgebäude nutzen.
Ursprüngliche Überlegungen, das vorhandene Gebäude für die neue IGS umzubauen, werden damit nicht weiterverfolgt. Nach den inzwischen vorliegenden baufachlichen Erkenntnissen wären dafür umfangreiche Eingriffe in die bestehende Bausubstanz erforderlich. Diese hätten zusätzliche Kosten verursacht und gleichzeitig den laufenden Schulbetrieb erheblich beeinträchtigt.
Die Kreisverwaltung wurde nun beauftragt, die weiteren Planungen für den Neubau einzuleiten und die erforderlichen Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen fortzuführen.
Auch Raumbedarf der Löwenschule wird berücksichtigt
Bei den weiteren Planungen spielt außerdem die Löwenschule eine Rolle. Deren bestehender Raumbedarf soll ebenfalls berücksichtigt werden. Die nach dem genehmigten Raumprogramm benötigten Schulräume sollen im Bestandsgebäude der Gustav-Heinemann-Realschule plus und FOS geschaffen werden.
Damit müssen bei der weiteren Planung die Anforderungen von gleich mehreren Schulen auf dem Gelände miteinander abgestimmt werden.
Übergangslösung für Schulstart notwendig
Fest steht bereits der Termin: Am 1. August 2027 wird die IGS offiziell errichtet. Der Unterricht beginnt zum Schuljahr 2027/2028 zunächst mit Schülerinnen und Schülern der fünften Klassen. Da das neue Schulgebäude bis dahin noch nicht fertiggestellt sein wird, muss der Landkreis für eine Übergangslösung sorgen. Als Schulträger ist er verpflichtet, zum Start ausreichend geeignete Unterrichtsräume zur Verfügung zu stellen.
Ob die IGS später zusätzlich eine gymnasiale Oberstufe erhält, ist noch offen. Darüber soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. Mit der Genehmigung der ADD und dem Kreistagsbeschluss für einen Neubau stehen damit zwei wesentliche Eckpunkte fest. In den kommenden Monaten müssen nun sowohl der Schulstart 2027 vorbereitet als auch die konkreten Planungen für das künftige Schulgebäude vorangetrieben werden.




























