Symbolfoto Alzeyer Zeitung / KI-generiert

ALZEY (k)- Der Landkreis Alzey-Worms hat die Verwendung seiner Mittel aus dem Sondervermögen „Rheinland-Pfalz-Plan für Bildung, Klima und Infrastruktur“ festgelegt. Der Kreisausschuss stimmte einstimmig für das vorgelegte regionale Umsetzungskonzept. Insgesamt stehen der Region rund 114 Millionen Euro zur Verfügung, von denen 38 Millionen Euro direkt in Projekte des Landkreises fließen sollen. Die übrigen Mittel sind für Städte und Verbandsgemeinden vorgesehen.

Im Fokus der Kreisprojekte stehen Investitionen in Klimaschutz, Gebäudesanierung, Gesundheitsversorgung, Katastrophenschutz, Verkehrsinfrastruktur und die Digitalisierung der Verwaltung.

Den größten Anteil macht mit 20 Millionen Euro die Modernisierung kreiseigener Verwaltungs- und Bildungsgebäude aus. Geplant sind unter anderem energetische Sanierungen, Maßnahmen zur Klimaanpassung sowie Investitionen in klimafreundliche Mobilität im öffentlichen Nahverkehr.

Landrat Heiko Sippel betonte, die Mittel würden gezielt dort eingesetzt, wo sie die Zukunftsfähigkeit des Landkreises am stärksten stärken. Dazu zählten moderne Schulen und Verwaltungsgebäude ebenso wie Klimaschutz, Mobilität und Versorgungssicherheit.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Gesundheitsversorgung. Dafür sind acht Millionen Euro eingeplant, etwa für die Weiterentwicklung des Kreiskrankenhauses, die Anschaffung moderner Medizintechnik und den Aufbau eines mobilen Gesundheitsamtes.

Auch der Katastrophenschutz soll gestärkt werden. Fünf Millionen Euro sind für den Aufbau eines zentralen Katastrophenschutzzentrums vorgesehen, das insbesondere bei Großschadenslagen und Extremwetterereignissen die Einsatzfähigkeit verbessern soll.

Für den Ausbau der Rad- und Verkehrsinfrastruktur sind drei Millionen Euro eingeplant. Dazu gehören Maßnahmen aus dem Radverkehrskonzept sowie Investitionen in Kreisstraßen. Weitere zwei Millionen Euro sollen in die Digitalisierung der Verwaltung fließen, etwa in digitale Serviceplattformen und moderne Bürgerangebote.

Das Umsetzungskonzept wird gemeinsam mit den Städten und Verbandsgemeinden im Landkreis erarbeitet. Deren Projektmeldungen sollen in den kommenden Wochen in das Gesamtkonzept einfließen. Abschließend wird das Konzept erneut in die Kreisgremien eingebracht und dient als Grundlage für spätere Förderanträge beim Land.

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