Ein Schmierfink treibt in Offenheim sein Unwesen

Offenheim (as) – In der Gemeinde Offenheim häufen sich seit einigen Wochen Graffiti-Schmierereien. Besonders betroffen ist das neu errichtete Bus- und Wartehäuschen, aber auch Stromkästen, Aushängekästen der Kirche und der Gemeinde sowie mehrere Straßenschilder. Die Sachbeschädigungen verteilen sich über verschiedene Bereiche im Ort und sind im öffentlichen Raum deutlich sichtbar.
Dabei scheint es sich um die immer wiederkehrende Schmiererei, ein sogenannter „Tag“ mit derselben Farbe zu handeln.
Auf einigen ist zusätzlich ein Pentragram zu erkennen. Die Hintergründe darüber sind ebenso unklar, wie der/die Täter dahinter.

Hintergrund: Was sind „Tags“?
Bei Tags handelt es sich ursprünglich um eine Art persönliche Unterschrift von Graffiti-Sprayern, mit der diese ihre Werke kennzeichnen. In der Graffiti-Szene gilt ein ausgefeiltes Tag als Wiedererkennungsmerkmal und erfordert Übung, Stilgefühl und technische Fertigkeiten. In Offenheim beschränken sich die Verursacher jedoch auf einfache, hastig aufgebrachte Kürzel, die weder Gestaltung noch künstlerischen Anspruch erkennen lassen. Von einer eigentlichen Grafitti Kunst fehlt auch jede Spur. Statt Kunst im öffentlichen Raum zu schaffen, bleibt es damit bei reiner Sachbeschädigung, die Kosten verursacht und das Ortsbild beeinträchtigt.

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Schnelle Eigeninitiative statt Abwarten
Der ehemalige Bürgermeister von Offenheim und Malermeister Eric Adam, dessen Betrieb im Ort ansässig ist, hat nicht lange gezögert und mehrere beschmierte Flächen auf eigene Initiative gereinigt und überstrichen. „Gerade das neue Bushäuschen ist mir eine Herzensangelegenheit“, so Adam. „Glücklicherweise habe ich das Häuschen selbst mit einer guten Lasur gestrichen, so gingen die Schmierereien mit Graffiti-Entferner sehr schnell wieder weg“, sagte Adam, der auch beruflich häufiger mit solchen Fällen zu tun hat.

Malermeister Adam ergriff Eigeninitiative und entfernte die Schmierereien

Gemeinde bittet um Hinweise
Die Verwaltung geht davon aus, dass weitere Schmierereien möglich sind. Über den WhatsApp-Infokanal der Gemeinde hat der Erste Beigeordnete Karl-Heinz Knecht die Bürger gebeten, Beobachtungen oder Hinweise direkt an die Gemeinde zu melden. Ziel ist es, die Verursacher zu ermitteln und weitere Schäden zu verhindern.