ALZEY (k)- Auf dem Dach der städtischen Kindertagesstätte „Haus der Klänge“ in Alzey wird ab sofort Solarstrom produziert. Mit der neuen Photovoltaikanlage treibt die Stadt den Ausbau erneuerbarer Energien auf ihren Gebäuden weiter voran. Insgesamt 89 Solarmodule mit einer Leistung von rund 40,5 Kilowatt Peak wurden installiert. Ergänzt wird die Anlage durch einen Stromspeicher mit einer Kapazität von 19 Kilowattstunden.
Durch die Ausrichtung der Module nach Osten, Westen und Süden kann über den gesamten Tagesverlauf hinweg Sonnenstrom erzeugt werden. Der integrierte Speicher ermöglicht es, den Strom auch dann zu nutzen, wenn die Sonne gerade nicht scheint oder der Energiebedarf bereits in den frühen Morgenstunden steigt.
Energie für den Kita-Alltag
Ein großer Teil des Strombedarfs der Kita kann künftig direkt vor Ort gedeckt werden. Dadurch reduziert sich der Zukauf von Energie aus dem öffentlichen Stromnetz deutlich. Nach Angaben der Stadt spart die Anlage auf dem Dach der Kita „Haus der Klänge“ künftig rund 7.000 Euro Stromkosten pro Jahr.
Planung durch Verwaltung – Umsetzung mit Alzeyer Firma
Die Planung und Ausschreibung des Projekts erfolgte innerhalb der Stadtverwaltung. Klimaschutzmanager Marcel Klotz entwickelte das Vorhaben gemeinsam mit Sebastian Mann vom Technischen Gebäudemanagement. Durch das vorhandene Fachwissen innerhalb der Verwaltung konnte auf eine externe Fachplanung verzichtet werden.
Die Installation der Photovoltaikanlage übernahm das Alzeyer Unternehmen Pahl Energietechnik. Für die Firma ist es bereits das zweite Projekt mit der Stadt: Nach der Anlage auf der neuen Feuerwache erhielt das Unternehmen auch bei der Kita den Zuschlag im Bieterverfahren.
Geschäftsführer Felix Pahl bezeichnet die Anlage als besonders effizient: Durch die Ost-, West- und Südausrichtung könne über den gesamten Tagesverlauf hinweg viel Solarstrom erzeugt werden. Zugleich freue sich das Unternehmen, als regionaler Betrieb an dem Projekt beteiligt gewesen zu sein.
Solaroffensive nimmt weiter Fahrt auf
Mit der neuen Anlage wächst die Solarleistung auf den Dächern städtischer Gebäude deutlich weiter. Während im Jahr 2023 erst rund 36 Kilowatt Peak installiert waren, liegt die Gesamtleistung inzwischen bei etwa 423 Kilowatt Peak – fast das Zwölffache innerhalb von drei Jahren.
Klimaschutzmanager Marcel Klotz sieht darin einen wichtigen Schritt für die städtische Energieversorgung. Bereits im vergangenen Jahr hätten die neuen Anlagen rund 30.000 Euro an Stromkosten eingespart. Speicherlösungen wie in der Kita seien dabei ein nächster Schritt, um den Anteil des selbst genutzten Solarstroms weiter zu erhöhen.
Auch Bürgermeister Steffen Jung betont die Bedeutung solcher Investitionen. Ziel sei eine möglichst unabhängige und nachhaltige Energieversorgung der städtischen Einrichtungen. Anlagen mit Stromspeichern ermöglichten es, einen großen Teil des benötigten Stroms selbst zu erzeugen und zu nutzen.
Landesförderung ermöglicht weiteren Ausbau
Unterstützt wird der Ausbau der Photovoltaik auf städtischen Gebäuden durch das Land Rheinland-Pfalz. Über das Förderprogramm „KIPKI“ erhält die Stadt Alzey rund 520.000 Euro.
Bereits in Planung ist das nächste größere Projekt: Auf dem neuen Baubetriebshof entsteht derzeit eine weitere Photovoltaikanlage mit einer Leistung von rund 130 Kilowatt Peak. Sie soll die Solarleistung der Stadt noch einmal deutlich erhöhen.





























