Fotoquelle: Stadtverwaltung Alzey

ALZEY (k)- Wer mit dem Fahrrad in die Alzeyer Innenstadt kommt, soll künftig schneller erkennen, wo sichere Abstellmöglichkeiten vorhanden sind. Dafür sorgen neue Markierungen an bestehenden Fahrradbügeln, die auf eine Idee der ADFC-Ortsgruppe Alzey zurückgehen.

Denn obwohl in der Innenstadt bereits seit Jahren Fahrradbügel stehen, war für viele Besucherinnen und Besucher nicht immer sofort erkennbar, dass diese als Fahrradständer gedacht sind.

Idee aus der ADFC-Ortsgruppe

Auf dieses Problem wurde die ADFC-Ortsgruppe Alzey aufmerksam. Stefan Steuerwald entwickelte daraufhin die Idee, die vorhandenen Bügel mit kleinen, auffälligen Kästen samt Fahrrademblem zu ergänzen. So soll auf den ersten Blick deutlich werden, dass Fahrräder dort sicher angeschlossen werden können.

Bei Stadtplanerin Marie Wiegland stieß der Vorschlag unmittelbar auf Zustimmung. Gemeinsam mit Michael Börner, Energiemanager der Stadt Alzey und erfahren im 3D-Druck, wurde die Idee umgesetzt.

Stefan Steuerwald entwickelte die ursprüngliche 3D-Druck-Vorlage, Michael Börner passte sie leicht an und fertigte die Applikationen anschließend selbst an. Die kleinen Markierungen entstanden mit einem Materialwert von rund zehn Euro pro Stück.

Erste Standorte in der Innenstadt

Die neuen Hinweise befinden sich inzwischen an drei Standorten in der Innenstadt: am Obermarkt, am Fischmarkt beim EWR sowie am Denkmalschützer in der Antoniterstraße gegenüber dem ehemaligen AZ-Haus.

Dort zeigen die auffälligen Kästen nun deutlich, wo Fahrräder sicher abgestellt und mit einem Schloss gegen Diebstahl geschützt werden können.

„Das ist ein schönes Beispiel dafür, wie aus einer guten Idee mit wenig Aufwand ein echter Mehrwert für die Menschen in unserer Stadt entstehen kann“, sagt Bürgermeister Steffen Jung. „Mein Dank gilt dem ADFC Alzey, insbesondere Stefan Steuerwald, sowie Marie Wiegland und Michael Börner aus unserem Team. Genau so funktioniert gute Zusammenarbeit: aufmerksam hinschauen, praktisch denken und unkompliziert umsetzen.“

Testphase und Blick auf das Fahrradparken

Die neuen Markierungen befinden sich zunächst in einer Testphase. Sollten sie sich bewähren, sind weitere Standorte möglich. Der Aufwand bleibt überschaubar, der Nutzen für Radfahrerinnen und Radfahrer könnte deutlich größer sein.

„Gerade wer nicht täglich in der Innenstadt unterwegs ist, erkennt die Bügel nicht immer sofort als Fahrradabstellmöglichkeit“, erklärt Stadtplanerin Marie Wiegland. „Mit den neuen Markierungen schaffen wir mehr Orientierung. Das hilft besonders an sonnigen Wochenenden, wenn viele Menschen aus den Stadtteilen und der Region mit dem Rad in unsere historische Altstadt kommen.“

Die Aktion nahm die Stadt Alzey zugleich zum Anlass, das Thema Fahrradparken stärker in den Fokus zu rücken. Dafür wurde ein Innenstadtplan erstellt, auf dem die bekannten Fahrradabstellmöglichkeiten übersichtlich dargestellt sind.

Fotoquelle: Stadtverwaltung Alzey

Stadt bittet um Hinweise

Damit der Plan möglichst vollständig wird, bittet die Stadt Alzey um Unterstützung aus der Innenstadt. Gewerbetreibende, die öffentlich zugängliche Fahrradabstellanlagen eingerichtet haben, können diese melden. Auch Hinweise auf bislang nicht erfasste öffentliche Abstellmöglichkeiten sind willkommen.

Die gemeldeten Anlagen sollen geprüft und gegebenenfalls ergänzt werden.

Das Ziel ist klar: Wer mit dem Fahrrad in die Innenstadt fährt, soll schnell erkennen können, wo sich sichere und gut erreichbare Abstellmöglichkeiten befinden.