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Seine Nächsten lieben. Nicht immer ganz einfach. Oh nein, überhaupt nicht einfach. Zumal es ja bei Nächstenliebe nicht darum geht, die zu lieben die wir sowieso mögen oder lieben. Es geht ja ganz besonders darum, auch die Menschen zu lieben, die unangenehme Gefühle in uns auslösen. Wir alle haben Menschen, die uns eher nicht so viel Gutes gönnen. Jeder hat sie. Das muss sich aber nicht auf Gegenseitigkeit beruhen.

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Ich persönlich habe mehr Menschen, die mich unangenehm finden als umgekehrt. Ich kann mit ruhigem Gewissen sagen, dass ich die Menschen die mich als Person nicht so angenehm empfinden, ich sie trotzdem wertschätze. Gerade von diesen Menschen können wir am aller meisten lernen. Durch sie können wir viel an uns arbeiten, wenn wir das möchten. Außerdem ist es nicht mein Thema, dass sie mich nicht mögen. Es ist ihr Thema. Wenn wir uns also bewusst machen, dass das Problem, welches andere mit uns haben, ja nicht unser Problem ist, werden wir automatisch ruhiger und entspannter. Denn warum sollten wir das Problem der Anderen zu unsrem Problem machen? Auch wenn es unheimlich schwer ist… oder, auch wenn es am Anfang noch unheimlich schwer ist… wenn wir uns darin üben alle Menschen als verletzliche Wesen zu sehen, die alle nur geliebt werden und verstanden werden möchten und jeder auf seine Art wahrgenommen werden möchte, entwickeln wir mit der Zeit ein gesundes Mitgefühl. Ein Gesundes!!!

Aufopferung ist nicht gesund und nagt mit der Zeit an unserer Substanz. Wenn wir irgendwann alle wichtigen Steine verschenkt haben, bricht das Haus zusammen. Nächstenliebe und Mitgefühl lassen uns auch stark werden. Je mehr wir davon entwickeln, um so mehr lässt es uns innerlich wachsen. Denn wenn wir alle Menschen lieben oder fangen wir mal kleiner an, wenn wir alle Menschen mögen, können wir überall mit erhobenem Haupt, reinem Gewissen und mit klaren Blick in die Augen unserer Mitmenschen schauen, ohne uns komisch zu fühlen. Unser Gewissen ist dann rein. Ich kann mit reinem Gewissen sagen, dass mir niemand einfällt, den ich nicht mag. Die Einen mehr und Andere weniger aber es gibt niemand, den ich überhaupt nicht mag. Zumindest fällt mir niemand ein. Vielleicht sind mir einige wenige Menschen egal, aber das hat nichts mit Nichtmögen zu tun. Das hat mich enorm ruhiger und zufriedener gemacht. Denn wenn wir Menschen nicht mögen oder vielleicht sogar hassen, geben wir ihnen unbewusst die Macht sich in unseren Gedanken breit zu machen und unsere Gefühlswelt zu beherrschen. Sie lösen Emotionen in uns aus die sich nicht gut anfühlen. Wenn wir also negative Gedanken anderen gegenüber in Mitgefühl umwandeln, wenn wir uns in Nächstenliebe üben, tun wir uns selbst, unserer Seele und unserem psychischen Befinden einen Gefallen. Dann ist nämlich Platz für die schönen Dinge im Leben. Denn Eines sollte uns immer und immer wieder bewusst sein… Das Leben ist endlich!

Das Leben und die Zeit rasen an uns vorbei, die Jahre sausen dahin. Diese kostbare Lebenszeit sollten wir damit verbringen das Leben zu genießen, jeden Moment dankbar zu sein und die Zeit sinnvoll nutzen, statt uns gegenseitig das Leben schwer zu machen. Die einen mag man mehr die anderen weniger, aber wir sind alle hier auf der Welt mit unseren Problemen, Wünschen und Hoffnungen. Lasst uns Nächstenliebe üben. Lasst uns die kleinen großen trotzigen Egos in uns besiegen und aufeinander zu gehen. Den ersten Schritt zu machen bedeutet Stärke.
Vielleicht stellt Ihr einen Nikolausteller mit kleinen Süßigkeiten jemandem vor die Tür, der überhaupt nicht damit rechnet. Ich verspreche euch, dieses Gefühl durchströmt euren ganzen Körper und setzt Glücksgefühle frei. Weil wir von Natur aus liebevolle Wesen sind. Wir kommen als reine liebende Wesen zur Welt. Manche werden durch dieses harte Welt zu harten Menschen. Im Grunde sehnen wir uns aber alle nach Liebe und dass andere Menschen uns wahr nehmen. Jeder. Alle. Auch du 😉
Das ist alles nicht immer ganz einfach.
“Das Leben ist schön, von einfach war nie die Rede.”
Bleibt schön gesund. 🙏 🧡

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