Fotoquelle: Stadtverwaltung Alzey

ALZEY (k)- Mit Unterstützung des Landesprogramms KIPKI hat der Landkreis Alzey-Worms die Heizungsanlage im Kulturzentrum Alzey umfassend erneuert. Ziel der Maßnahme ist eine nachhaltige und effiziente Energieversorgung des denkmalgeschützten Gebäudes.

Kernstück der neuen Anlage ist eine Sole-Wasser-Wärmepumpe, die mit zehn bis zu 100 Meter tiefen Erdsonden arbeitet. Sie ersetzt fossile Energieträger und nutzt stattdessen Geothermie zur Wärmegewinnung. Ergänzt wird das System durch eine Photovoltaikanlage, einen Batteriespeicher sowie eine Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage, die insbesondere bei höherem Energiebedarf zur Versorgungssicherheit beiträgt.

Bei einem Pressetermin stellten Landrat Heiko Sippel, die Kreisbeigeordnete Stephanie Jung und Christoph Zeis, Geschäftsführer der Energiedienstleistungsgesellschaft Rheinhessen-Nahe mbH (EDG), die neue Technik vor. Sippel betonte die Bedeutung des Projekts für das Klimaschutzkonzept des Landkreises. Jung hob hervor, dass die Kombination verschiedener Energiequellen eine bedarfsgerechte Steuerung ermögliche und perspektivisch sogar eine passive Kühlung des Gebäudes denkbar sei.

Das Projekt wurde über ein Contractingmodell umgesetzt. Während der Landkreis Alzey-Worms als Eigentümer des Gebäudes die Wärmepumpenanlage und das Geothermiefeld mithilfe von KIPKI-Fördermitteln in Höhe von 420.000 Euro finanzierte, übernahm die EDG die Investitionen in die Kraft-Wärme-Kopplung sowie die Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher. Nach Angaben von Zeis wird vor Ort mehr Strom erzeugt, als benötigt wird.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis und der EDG besteht bereits seit 2009. In diesem Rahmen wurden in den vergangenen Jahren mehrere Millionen Euro in die Modernisierung von Heizsystemen in Schulen und Verwaltungsgebäuden investiert.

Neben dem Projekt im Kulturzentrum wurden aus dem KIPKI-Budget des Landkreises fünf weitere Maßnahmen zur Energieeffizienz und Wärmedämmung finanziert. Insgesamt standen dafür rund 1,9 Millionen Euro zur Verfügung. Die übrigen Projekte sollen bis zum Jahresende abgeschlossen werden.

Auch auf Landesebene wird das Vorhaben als Beispiel für zukunftsweisenden Klimaschutz gewertet. Klimaschutzstaatssekretär Michael Hauer verwies darauf, dass das KIPKI-Programm Kommunen bei der Umsetzung nachhaltiger Energieprojekte unterstützt und in Alzey ein weiterer Schritt hin zu einer klimafreundlicheren Energieversorgung gelungen sei.

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