München/Rheinhessen (as) – Die deutschen Schaustellerbetriebe lassen nicht locker. Nach der großen Demo in Berlin am 2. Juli (die AZ berichtete) war am gestrigen Donnerstag, 9. Juli Bayerns Haupstadt an der Reihe für eine Demo der besonderen Art.

Mit rund 800 Fahrzeugen in der Münchner Innenstadt gab es gegen 16Uhr massive Staus. Ein großer Korso zog von der Theresienwiese zum Odeonsplatz, vor deren Feldherrenhalle eine große Kundgebung mit vielen Rednern statt fand.

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Mittendrin war wieder der Präsident der IMSM Marco Sotille mit einigen Rheinhessischen Schaustellern “Wir durften sehr viel Solidarität in München erfahren, es war auch für die Münchner eine besondere Erfahrung, auf welcher Demo bekommen auch Passanten Lebkuchenherzen und Stofftiere geschenkt?” erzählt Sotille gegenüber der Alzeyer-Zeitung.

“1,50 Meter vor dem Abgrund” steht auf einem der Lebkuchenherze. Die Schausteller fordern Lockerungen, um das Kulturgut Volksfeste und Märkte zu erhalten.
“Eine Gleichstellung gegenüber dem Einzelhandel, der Gastronomie oder den Freizeitparks wäre das geringste was wir eigentlich erwarten dürfen” fordert Sotille.
Auf dem Odeonsplatz versprach Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler), mit den Worten “Ihr seid systemrelevant, weil ihr Lebensfreude produziert” sich für sie einzusetzen.

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