FLOMBORN (k)- Bei einer groß angelegten Übung haben Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz am vergangenen Samstag in Flomborn die Zusammenarbeit bei einem komplexen Schadensereignis trainiert.
Rund 70 Einsatzkräfte waren an der realitätsnahen Übung beteiligt, bei der insbesondere die Koordination zwischen den verschiedenen Organisationen und Führungsebenen im Mittelpunkt stand.
Das angenommene Szenario stellte die Einsatzkräfte vor eine anspruchsvolle Aufgabe: Ein schwerer Verkehrsunfall mit drei beteiligten Pkw hatte mehrere Verletzte zur Folge. Vier Personen waren in den Fahrzeugen eingeklemmt und mussten von den Feuerwehren mit hydraulischem Rettungsgerät befreit werden. Parallel dazu erfolgte die medizinische Versorgung der Verletzten sowie die Organisation des weiteren Einsatzablaufs.
Beteiligt waren die Einheiten Alzey-Land Süd und Freimersheim-Wahlheim der Verbandsgemeinde Alzey-Land. Zudem unterstützten die Führungsstaffel, die Feuerwehreinsatzzentrale (FEZ), der Einsatzleitwagen (ELW) sowie der Wehrleiter die Übung. Verstärkung kam von der Feuerwehr Gundersheim aus der Verbandsgemeinde Wonnegau. Auch der stellvertretende Brand- und Katastrophenschutzinspekteur war als Fachberater eingebunden.
Darüber hinaus nahmen mehrere Katastrophenschutzeinheiten des Landkreises Alzey-Worms teil. Das Deutsche Rote Kreuz stellte die Module Transport und Führung. Ergänzt wurde der Einsatz durch die Abschnittsleitung Gesundheit mit dem Leitenden Notarzt (LNA) und dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst (OrgL), die die medizinische Koordination übernahmen.
Bereits zu Beginn der Übung zeigte sich die Komplexität des Szenarios. Während die Feuerwehr die technische Rettung vorbereitete und durchführte, mussten die Verletzten gleichzeitig gesichtet, versorgt und für den Transport vorbereitet werden. Zudem galt es, die Unfallstelle abzusichern, Rettungswege freizuhalten und eine reibungslose Kommunikation zwischen allen beteiligten Kräften sicherzustellen.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den Führungsstrukturen. Die Führungsstaffel unterstützte die Einsatzleitung bei der Lageführung und Dokumentation. Der Einsatzleitwagen fungierte als zentrale Kommunikations- und Koordinationsstelle. Parallel dazu koordinierte der ELW des medizinischen Einsatzabschnitts gemeinsam mit dem Leitenden Notarzt und dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst die Versorgung der Verletzten und deren Verteilung auf geeignete Kliniken. Gerade bei größeren Schadenslagen sind klare Zuständigkeiten und funktionierende Kommunikationswege entscheidend für einen erfolgreichen Einsatzverlauf.
Die Verantwortlichen zeigten sich mit dem Ablauf der Übung insgesamt zufrieden. Besonders die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz habe über Organisationsgrenzen hinweg sehr gut funktioniert. Gleichzeitig wurden einzelne Optimierungsmöglichkeiten erkannt, die nun im Rahmen einer ausführlichen Nachbesprechung ausgewertet werden sollen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen anschließend in weiteren Übungen und Ausbildungsdiensten vertieft werden.
Begleitet wurde die Übung von mehreren Beobachtern aus den Landkreisen Alzey-Worms und Donnersberg. Sie dokumentierten die einzelnen Einsatzabschnitte und werden ihre Erkenntnisse in die Nachbereitung einbringen. Auch Vertreter der Kreisführung des Brand- und Katastrophenschutzes verfolgten das Geschehen vor Ort.
Für die Verpflegung der zahlreichen Einsatzkräfte sorgte die Schnelleinsatzgruppe Verpflegung des DRK-Kreisverbandes Alzey. Mit ihrem Einsatz stellte sie die Versorgung aller Beteiligten während des Übungstages sicher.
Am Ende fiel das Fazit der Verantwortlichen positiv aus. Die Übung habe eindrucksvoll gezeigt, dass die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz auch bei komplexen Einsatzlagen funktioniert. Gleichzeitig liefere jede Übung wertvolle Erkenntnisse, um Abläufe weiter zu verbessern und die Einsatzbereitschaft für künftige Herausforderungen zu stärken.





























