Fotoquelle: Stadtverwaltung Alzey

ALZEY (k)- Angesichts der anhaltenden Hitze erhält der Alzeyer Baubetriebshof Unterstützung aus der heimischen Wirtschaft. Zwei Unternehmen stellen der Stadt kostenlos Regenwasser aus ihren Zisternen zur Verfügung, um Blumenbeete, Pflanzkübel und Jungbäume auch in Trockenperioden ausreichend bewässern zu können.

An heißen Sommertagen ist der Baubetriebshof bereits in den frühen Morgenstunden unterwegs. Rund 4.000 Liter Wasser werden täglich benötigt, um das Stadtgrün zu versorgen und die Pflanzen vor den Folgen der Trockenheit zu schützen. Gerade neu gepflanzte Bäume und Blumenbeete sind auf eine regelmäßige Bewässerung angewiesen.

Unterstützung kommt nun von der Firma Richard Wagner Kellereibedarf in der Albiger Straße sowie von CoStorage in der Justus-von-Liebig-Straße. Beide Betriebe haben eigene Regenwasserzisternen eingerichtet und stellen das gesammelte Wasser dem Baubetriebshof kostenlos zur Verfügung. Dadurch werden Trinkwasserressourcen geschont und die städtischen Kapazitäten entlastet.

Bürgermeister Steffen Jung begrüßt das Engagement der beiden Unternehmen. Gerade in Rheinhessen werde Wasser angesichts zunehmender Trockenperioden zu einer immer wertvolleren Ressource. Dass Unternehmen ihre Regenwasservorräte freiwillig mit der Stadt teilen, sei ein starkes Zeichen von Verantwortungsbewusstsein und gelebter Gemeinschaft.

Der Baubetriebshof richtet seine Bewässerungsmaßnahmen nach den Bedürfnissen der Pflanzen aus. Blumenbeete und Pflanzkübel werden bei anhaltender Hitze etwa alle zwei Tage bewässert. Neu gepflanzte Bäume erhalten wöchentlich Wasser, jüngere Bäume bis zu einem Alter von drei Jahren in der Regel alle zwei Wochen. Hinter diesem Einsatz steckt eine sorgfältige Planung, damit das Stadtgrün auch während längerer Trockenphasen erhalten bleibt.

Für Pierre Zwilling von CoStorage ist die Unterstützung selbstverständlich. Die Regenwasserzisterne sei von Beginn an Teil eines nachhaltigen Betriebskonzepts gewesen. Dass das Wasser nun auch der Stadt zugutekomme, sei ein sinnvoller Beitrag zum gemeinsamen Umgang mit den Folgen des Klimawandels.

Das Beispiel zeigt, wie Kommunen und Unternehmen gemeinsam dazu beitragen können, sich auf zunehmende Hitzeperioden einzustellen und gleichzeitig wertvolle Trinkwasserressourcen zu schonen.