ALZEY-WORMS/BAD KREUZNACH (k)- Nach mehreren Tagen intensiver Unterstützung beim Großbrand am Rotenfels bei Traisen sind die Einsatzkräfte des Brand- und Katastrophenschutzes aus dem Landkreis Alzey-Worms seit Dienstag weitestgehend aus dem Einsatz entlassen worden.
Während im Landkreis Bad Kreuznach weiterhin Nachlöscharbeiten durchgeführt und verbliebene Glutnester bekämpft werden, konnten die Einheiten aus Alzey-Worms nach ihrem umfangreichen Einsatz an ihre Standorte zurückkehren.
Dank für außergewöhnliches Engagement
Landrat Heiko Sippel sprach allen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern sowie den Helferinnen und Helfern der Hilfsorganisationen seinen ausdrücklichen Dank aus.
„Sie haben mit großer Professionalität, hoher Einsatzbereitschaft und über Landkreisgrenzen hinweg Verantwortung übernommen. Dieses Engagement verdient höchste Anerkennung und zeigt eindrucksvoll, wie leistungsfähig unser Brand- und Katastrophenschutz aufgestellt ist.“
Umfangreiche Unterstützung aus dem Landkreis
Seit Samstagabend waren zahlreiche Kräfte aus dem Landkreis Alzey-Worms im Rahmen der überörtlichen Hilfe im Einsatz. Entsendet wurden unter anderem der Wassertransportzug, mehrere Tanklöschfahrzeuge, Führungs- und Mehrzweckfahrzeuge sowie speziell ausgebildete Einheiten für die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung. Ergänzt wurde die Unterstützung durch Drohnenstaffeln der Verbandsgemeinden Alzey-Land und Wöllstein, einen Leitenden Notarzt sowie Schnelleinsatzgruppen für Verpflegung, Betreuung und Sanitätsdienst.
Eine Schlüsselrolle spielte dabei die Logistik. Die Verpflegungseinheit des Katastrophenschutzes versorgte die Einsatzkräfte über mehrere Tage hinweg mit warmen Mahlzeiten und Getränken. Insgesamt wurden rund 5.000 bis 6.000 Mahlzeiten ausgegeben. Täglich waren zwischen 100 und 120 Einsatzkräfte aus dem Landkreis Alzey-Worms im Einsatz. Trotz der umfangreichen Unterstützung blieb der Brandschutz und die technische Hilfeleistung im eigenen Landkreis jederzeit uneingeschränkt gewährleistet.
Investitionen zahlen sich aus
Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Michael Matthes sieht den Einsatz als eindrucksvollen Beleg dafür, dass sich die in den vergangenen Jahren getätigten Investitionen in Fahrzeuge, Ausrüstung und Ausbildung bewährt haben.
„Mein herzlicher Dank gilt allen Einsatzkräften – sowohl im Einsatzgebiet als auch im rückwärtigen Bereich –, die mit großem Engagement zum Erfolg des Einsatzes beigetragen und gleichzeitig den Grundschutz im Landkreis Alzey-Worms sichergestellt haben“, so Matthes.
Einer der größten Waldbrände der vergangenen Jahre
Der Waldbrand am Rotenfels entwickelte sich zu einem der größten und anspruchsvollsten Feuerwehreinsätze der vergangenen Jahre in Rheinland-Pfalz. Das Feuer war in einem schwer zugänglichen Waldgebiet mit Kampfmittelbelastung aus dem Zweiten Weltkrieg ausgebrochen. Immer wieder erschwerten Explosionen die Löscharbeiten, sodass große Bereiche zunächst nicht betreten werden konnten. Zeitweise mussten rund 650 Einwohnerinnen und Einwohner der Ortsgemeinde Traisen vorsorglich ihre Häuser verlassen. Inzwischen konnten sie zurückkehren. Das Waldgebiet bleibt jedoch weiterhin gesperrt, da noch zahlreiche Glutnester vorhanden sind und die Einsatzkräfte des Landkreises Bad Kreuznach die Nachlöscharbeiten fortsetzen.
Spendenaktion als Dankeschön für alle Einsatzkräfte
Die große Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung ist auch nach den dramatischen Einsatztagen ungebrochen. Viele Bürgerinnen und Bürger fragen bei Landrätin des Landkreises Bad Kreuznach Bettina Dickes nach, wie sie den zahlreichen Einsatzkräften ihre Anerkennung zeigen könnten. Einzelne Spendenaktionen wie Eis oder Verpflegung für die Helfer seien aufgrund der Einsatzlage jedoch nur schwer zu organisieren.
Gemeinsam mit dem Kreisfeuerwehrverband Bad Kreuznach wurde deshalb eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Mit den eingehenden Spendengeldern soll nach Abschluss des Einsatzes ein gemeinsames Helferfest organisiert werden. Eingeladen werden sollen dabei alle Einsatzkräfte, die in den vergangenen Tagen am Waldbrand beteiligt waren – unabhängig davon, ob sie der Feuerwehr, den Hilfsorganisationen oder anderen beteiligten Einheiten angehören. Damit soll das außergewöhnliche Engagement aller Helfer gewürdigt werden.
Wer dieses Vorhaben unterstützen möchte und sich so bei den Einsatzkräften bedanken will, kann dies unter folgender Bankverbindung bei der Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück eG (BIC: GENODE51KRE) tun.
IBAN: DE09 5609 0000 0005 3166 96; Kontoinhaber Sebastian Schenkenberger; Verwendungszweck: Waldbrand Rotenfels
Starke Zusammenarbeit über Kreisgrenzen hinweg
Auch wenn die Kräfte aus Alzey-Worms ihren Einsatz inzwischen weitgehend beendet haben, zeigt die Unterstützung einmal mehr die enge und funktionierende Zusammenarbeit der Feuerwehren und Hilfsorganisationen über Landkreisgrenzen hinweg. Gerade bei außergewöhnlichen Schadenslagen wie dem Waldbrand am Rotenfels ist diese Solidarität ein entscheidender Baustein für eine erfolgreiche Gefahrenabwehr und ein eindrucksvoller Beleg für die Leistungsfähigkeit des Brand- und Katastrophenschutzes in Rheinland-Pfalz.
































