Fotoquelle Alzeyer Zeitung / KI-generiert

ALZEY-WORMS (k)- Der Kreistag des Landkreises Alzey-Worms hat einstimmig den Weg für ein kreisweites Breitband-Förderprojekt freigemacht. Mit dem Beschluss kann Landrat Heiko Sippel einen öffentlich-rechtlichen Vertrag abschließen, der die gemeinsame Antragstellung des Landkreises, der Verbandsgemeinden und der Stadt Alzey ermöglicht.

Ziel des Projekts ist es, bestehende Versorgungslücken beim schnellen Internet zu schließen. Betroffen sind vor allem Gebiete, in denen Telekommunikationsunternehmen keinen eigenwirtschaftlichen Ausbau planen. Eine Ausnahme bildet die Verbandsgemeinde Monsheim, die mit den Energieprojekten Monsheim in das Vorhaben eingebunden ist.

Mit der gemeinsamen Antragstellung wollen die Kommunen ihre Chancen auf Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Gigabit-Richtlinie 2.0“ erhöhen. Nach Einschätzung des Landkreises hätten einzelne Förderanträge deutlich geringere Erfolgsaussichten. Gleichzeitig entspricht das gemeinsame Vorgehen den Vorgaben des Landes Rheinland-Pfalz, größere Ausbauprojekte möglichst gebündelt umzusetzen.

Der aktuelle Förderaufruf des Bundes läuft bis zum 15. September 2026. Bevor der Antrag eingereicht werden kann, müssen jedoch die förderfähigen Adressen im gesamten Kreisgebiet genau erfasst werden. Dabei werden neben Gewerbegebieten auch bislang unterversorgte Wohnadressen berücksichtigt. Die Verantwortlichen setzen dabei auf die Unterstützung der Ortsbürgermeister sowie der kommunalen Verwaltungen, um die Datengrundlage zu vervollständigen.

Erst nach Abschluss dieser Prüfung steht fest, wie viele Anschlüsse tatsächlich in das Förderprogramm aufgenommen werden können. Die endgültigen Entscheidungen in den Verbandsgemeinderäten und im Stadtrat Alzey sollen im zweiten Halbjahr 2026 getroffen werden.

Mit dem Projekt will der Landkreis die digitale Infrastruktur weiter ausbauen und langfristig eine leistungsfähige Internetversorgung im gesamten Kreisgebiet sicherstellen.