Wörrstadt (as) – Volt Rheinland-Pfalz hat Dominik Seitz als Kandidaten für die Landratswahl im Landkreis Alzey-Worms im Jahr 2027 aufgestellt. Die Wahl erfolgte bei einer Aufstellungsversammlung am 28. Juli in Wörrstadt.
Mit der Kandidatur will Volt nach Aussage neue Perspektiven in die Kreisverwaltung einbringen und den politischen Diskurs im Landkreis bereichern.
Mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Verwaltung
Seitz verfügt über mehr als 25 Jahre Berufserfahrung in der öffentlichen Verwaltung. Zu seinen bisherigen beruflichen Stationen zählen unter anderem das Ausländeramt in Starnberg sowie das Jugend- und Sozialamt in Mainz.
Der 43-Jährige möchte insbesondere Verwaltungsabläufe vereinfachen und die Dienstleistungen für die Bürger verbessern.
„Gerade in den Verwaltungen können wir den pragmatischen Ansatz von Volt endlich konkret umsetzen. Eine funktionierende Verwaltung, die Bürgerinnen und Bürger spürbar entlastet, stärkt das Vertrauen in die Politik“, erklärte Seitz anlässlich seiner Kandidatur.
Barrierefreiheit als politischer Schwerpunkt
Ein weiterer Schwerpunkt seiner Kandidatur soll die Barrierefreiheit sein. Seitz ist selbst Rollstuhlfahrer und kennt bürokratische Verfahren sowohl aus beruflicher Sicht als auch aus der Perspektive eines unmittelbar Betroffenen.
Nach Darstellung von Volt will er sich deshalb für eine Verwaltung einsetzen, deren Angebote und Dienstleistungen für alle Menschen möglichst ohne Hindernisse erreichbar und nutzbar sind.
Seitz lebt in Gimbsheim, ist Vater von zwei Söhnen und engagiert sich dort als Jugendfußballtrainer.
Bronzemedaille im paralympischen Sitzvolleyball
Auch im Sport war Seitz überregional aktiv. Im paralympischen Sitzvolleyball gewann er mit seiner Mannschaft bei der Europameisterschaft 2019 die Bronzemedaille.
Zudem wurde er nach Angaben seiner Partei als bester Annahmespieler des Turniers ausgezeichnet. Volt verweist in diesem Zusammenhang auf seine Teamfähigkeit und seinen Ehrgeiz, die Seitz nun auch in die Kommunalpolitik einbringen wolle.
Bereits Kandidat bei der Landtagswahl
Bei der Landtagswahl 2026 kandidierte Seitz als Teil des Spitzenduos auf Platz zwei der Landesliste von Volt Rheinland-Pfalz.
Die Partei erreichte bei der Wahl 1,1 Prozent der Stimmen. Damit überschritt Volt nach in Rheinland-Pfalz erstmals in einem Flächenland die für die staatliche Parteienfinanzierung relevante Stimmenhürde.
Unterstützungsunterschriften erforderlich
Bevor Seitz offiziell zur Landratswahl antreten kann, muss Volt zunächst die gesetzlich vorgeschriebene Zahl an Unterstützungsunterschriften sammeln.
Parteien, die nicht im Landtag vertreten sind, müssen ihren Wahlvorschlag durch Unterschriften aus der Bevölkerung unterstützen lassen. Die Formulare müssen in Papierform eingereicht werden. Volt kritisiert das Verfahren als bürokratische Hürde, die Zeit und personelle Ressourcen binde.
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