
Alzey (as) – Ein Fitnessstudio ist nur etwas für durchtrainierte Twentysomethings? Wer so denkt, war noch nicht im NG New Galaxy fit&healthclub. Die Alzeyer Zeitung hat sich einmal vor Ort umgehört – vor allem bei den älteren Mitgliedern. Das Bild ist eindeutig: Hier trainieren mehrere Generationen Tür an Tür. Und jede holt für sich das heraus, was sie braucht.
Schon beim Ankommen fällt vielen etwas ganz Praktisches auf: die sehr gute Parkplatzsituation. Gerade für ältere Mitglieder ist das ein entscheidender Punkt, erklärt Inhaber Gerhard Neumer: Kurze Wege, keine lange Suche – das senkt die Hürde, regelmäßig zu kommen.
„Wir sind wie eine Familie“
Anne Marie Trapp ist 86 Jahre alt, Jahrgang 1939. Zum Training kam sie über ihre Familie. „Durch meine Enkelin“, erzählt sie. Ihre Urenkel trainieren seit Jahren Taekwondo, der Mann der Enkelin ist ebenfalls Mitglied. „Ich selbst trainiere seit zwei Jahren auf Anraten meiner Enkelin.“
Die Entscheidung hat sie nicht bereut. „Mir gefällt es sehr gut, wir sind wie eine Familie. Man wird von jedem freundlich angenommen, man erhält Hilfe, wo es geht.“ Trapp leidet unter großen Rückenproblemen. „Selbst die Ärzte sind erstaunt, dass ich noch so fit bin.“ Altersbedingte Beschwerden gehörten natürlich dazu, sagt sie – aber das Training helfe ihr spürbar im Alltag.
Seit Jahrzehnten aktive Mitglieder
Rudolf Acker (93) und seine Frau Erika (91) gehören zu den ältesten Mitgliedern. Seit rund 30 Jahren sind sie dabei. „Ich habe mir einmal das rechte Knie verrenkt“, berichtet Erika Acker. „Ungeachtet dessen betreibe ich weiter Sport, da Rücken und Arme weiter trainiert werden können. Man wird hier sehr gut begleitet.“
Auch ihr Mann Rudolf nahm nach einem Unfall das Training zügig wieder auf. Ziel war klar: den Alltag, der im Alter immer schwieriger wird, weiterhin selbstständig bewältigen zu können. Beide betonen zudem den sozialen Aspekt. Man treffe hier sehr nette Menschen, komme ins Gespräch, bleibe eingebunden.
Training nach Operation – und darüber hinaus
Willi Fauerbach (71) trainiert seit 1992. Vor einem Jahr hatte er massive Knieprobleme. „Im Krankenhaus wurde mir dringend ein neues Kniegelenk angeraten.“ Trainer Sascha stellte ihm daraufhin ein gezieltes Programm zusammen. „Nach dem Trainingsprogramm ist eine hundertprozentige Besserung eingetreten. Ich habe keine Probleme mehr. An eine OP habe ich nicht mehr nachgedacht.“
Fauerbach trainiert fast täglich. Er beginnt mit Dehnübungen, fährt Fahrrad, geht anschließend an die Geräte. Und bleibt danach oft noch auf einen Plausch. „Man kennt hier jeden, Smalltalk in der Bar gehört einfach dazu.“ Besonders schätzt er die unkomplizierte Unterstützung bei Problemen. „Solange ich noch laufen kann, werde ich weiterhin hierher kommen.“

Vom OP-Termin zur Beschwerdefreiheit
Karl Heinz S., 79 Jahre alt, ist seit rund 20 Jahren Mitglied. Nach einer Hüftoperation wurde ihm gezieltes Gerätetraining empfohlen. „Seitdem bin ich fest dabei, mindestens viermal die Woche.“ Zusätzlich spielt er noch aktiv Tischtennis im Verein.
Entscheidend sei nicht nur das Training an sich, sondern die kompetente Begleitung. „Die Trainer geben immer wieder Hilfestellung.“ Bei akuten Problemen werde ein individuelles Programm zusammengestellt. Auf die Frage, wie lange er noch trainieren wolle, antwortet er trocken: „Zum Aufhören bin ich zu alt.“
Fester Anlaufpunkt nach einem schweren Verlust
Hans Peter Machwirth ist 92 Jahre alt und seit den Anfängen des Studios Mitglied. „Wie lange genau, kann ich gar nicht mehr sagen, das war schon zu Zeiten von Neumer“, erzählt er. Aufgrund einer HWS-Problematik trainiert er derzeit etwas bedachter, kommt aber regelmäßig.
Gerade nach dem Tod seiner Frau vor acht Jahren sei das Studio für ihn wichtig geworden. „Man trifft hier immer wieder nette Menschen und Gleichgesinnte.“ Der Austausch, die Routine, das Dazugehören – all das habe an Bedeutung gewonnen.
Mehr als nur Geräte – ein „all-in-one Studio“
Hans Petri (73) ist seit dem Anbau, also seit mehr als 20 Jahren, dabei. Im Sommer zieht es ihn öfter ins Schwimmbad, ansonsten trainiert er zwei- bis dreimal pro Woche, spielt ebenfalls aktiv Tischtennis und nutzt das Studio zusätzlich für gezieltes Training.
„Ich trainiere lieber alleine, meist rund 30 Minuten Fahrrad“, sagt er. Gleichzeitig schätzt er die Vielfalt: Sonnenbank, Sauna, Salzgrotte, Reha-Sport, spezielle Kurse. „Dieses Studio trifft tatsächlich alles und jeden.“ Morgens sei es eher ruhig, gleichzeitig eine regelrechte Kontaktbörse – vom Arzt über Schüler bis zum Rentner sei alles vertreten.
Ein weiterer Pluspunkt: das Getränke-Abo. Für vier Euro pro Woche könne man so viel trinken, wie man wolle. „Das lohnt sich für viele, auch für mich.“ Sein Fazit ist klar: „Ich habe vor, so lange es geht hier weiter zu trainieren.“Ein Ort für alle Altersklassen
Die Gespräche zeigen deutlich: Das NG fit&healthclub ist kein Treffpunkt nur für junge Sportbegeisterte. Hier trainieren Menschen über 70, über 80, sogar über 90. Mit ganz unterschiedlichen Zielen – weniger Schmerzen, mehr Beweglichkeit, Selbstständigkeit im Alltag oder einfach Gesellschaft.
Wer unsicher ist, ob ein Fitnessstudio im eigenen Alter noch passt, sollte sich selbst ein Bild machen. Interessierte sind jederzeit willkommen und können ein kostenloses Probetraining oder einen Probetag absolvieren unter www.newgalaxy.de oder direkt telefonisch: 06731 – 71 01.
Der Schritt über die Schwelle ist oft kleiner als gedacht – und der Nutzen größer, als viele vermuten.
Über Gerhard Neumer und das NG New Galaxy fit&healthclub
Seit 1987 ist Gerhard Neumer eine feste Größe in der Fitnessszene. Nach dem Start ´87 mit einem Bodybuilding-Studio in Alzey, expandierte er vor rund 30 Jahren mit dem GALAXY. 2008 folgte eine weitere Expansion mit dem Ausbau von MASSA Fitness, das seit 2012 auch in Kirchheimbolanden (Kibo) vertreten ist. Heute betreibt Neumer weiterhin noch den erfolgreichen NG NEW GALAXY Fit & Health Club in der Talstraße – mit Sauna, Salzgrotte, Reha-Angeboten, Kursräumen, neuem Zirkel-Bereich und vielem mehr.
Mit rund 80 bis 100 Mitarbeitenden ist Neumer nicht nur ein wichtiger Arbeitgeber in der Region, sondern engagiert sich auch stark sozial und kulturell, etwa durch die Unterstützung von Veranstaltungen und Projekten.



























