Alzey (as) – Während andere Städte über Einsparungen bei der Bereitstellung von Hundekotbeuteln nachdenken, plant die Stadt Alzey derzeit keine Änderungen an ihrem Angebot. Rund 60 Hundekotbeutelspender stehen aktuell im Stadtgebiet und in den Stadtteilen zur Verfügung – und daran soll sich vorerst nichts ändern. Dies geht aus einer Anfrage diese Zeitung hervor.

Hintergrund der Diskussion ist eine Entwicklung in Karlsruhe. Dort hatte die Stadtverwaltung angekündigt, die kostenlose Bereitstellung von Hundekotbeuteln künftig einzustellen. Als Grund wurden jährliche Kosten von rund 25.000 Euro genannt.

Rund 300.000 Beutel pro Jah

In Alzey ist der finanzielle Aufwand deutlich geringer. Nach Angaben der Stadt werden jährlich etwa 300.000 Beutel für die Spender benötigt. Die Materialkosten liegen bei rund 2.500 Euro pro Jahr.

Die Befüllung der Spender sowie die Leerung der zugehörigen Abfallbehälter übernimmt der Baubetriebshof der Stadt. Dadurch entstehen nach Angaben der Verwaltung keine zusätzlichen Kosten für externe Dienstleister.

Stadt will Angebot beibehalten

Überlegungen, die Spender im Stadtgebiet abzubauen oder das Angebot einzuschränken, gibt es derzeit nicht. Bürgermeister Steffen Jung sieht die Einrichtungen weiterhin als sinnvolle Maßnahme.

„Wir werden an den Beutelspendern festhalten. Sie sind wichtig, um weniger Hinterlassenschaften auf unseren Straßen und in den Grünanlagen zu haben“, erklärt Jung.

Verantwortung bleibt bei den Hundebesitzern

Nach Einschätzung der Stadt trägt die Nutzung der Spender dazu bei, Verschmutzungen im öffentlichen Raum zu reduzieren. Viele Hundebesitzer würden das Angebot verantwortungsvoll nutzen und die Hinterlassenschaften ihrer Tiere entsorgen.

„Dank der meist vorbildlichen Entsorgung durch die Hundebesitzer, die die Spender bei Bedarf nutzen, bleibt der Aufwand für Reinigung und Verschmutzung überschaubar“, so Jung weiter.

Der Bürgermeister betont zugleich, dass die Beutelspender die Pflicht der Halter nicht ersetzen. „Der finanzielle Aufwand ist gering, und es ist richtig, einen Teil der Einnahmen aus der Hundesteuer hierfür einzusetzen – Hundebesitzer sind dadurch jedoch nicht von der Verantwortung entbunden, selbst Kotbeutel auf ihren Gassirunden mitzunehmen.“

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