ALZEY-WORMS (k)- Sirenen heulten, Smartphones schrillten und Warn-Apps meldeten sich: Beim bundesweiten Warntag sind am 10. September auch im Landkreis Alzey-Worms die verschiedenen Warnsysteme auf die Probe gestellt worden.
Die Bilanz fällt positiv aus. Bei der Warnung funktionierten die Sirenen in 97 Prozent der Ortsgemeinden und Stadtteile, bei der anschließenden Entwarnung lag die Erfolgsquote bei 95 Prozent. Damit haben die Sirenen in nahezu allen beteiligten Orten wie vorgesehen funktioniert.
Die wenigen Anlagen, bei denen es zu Problemen kam, werden nun von den jeweils zuständigen Kommunen überprüft. Dabei soll geklärt werden, weshalb die Auslösung nicht funktioniert hat und welche technischen oder organisatorischen Maßnahmen gegebenenfalls erforderlich sind.
Schwachstellen erkennen, bevor der Ernstfall eintritt
Genau solche Erkenntnisse gehören zu den Zielen des jährlich stattfindenden bundesweiten Warntags. Die vorhandenen Warnsysteme werden unter möglichst realistischen Bedingungen getestet. So sollen mögliche Schwachstellen frühzeitig erkannt und anschließend behoben werden. Die festgestellten Ausfälle einzelner Sirenen liefern den Verantwortlichen somit wichtige Hinweise, um die Warninfrastruktur weiter zu verbessern und deren Zuverlässigkeit für einen tatsächlichen Ernstfall zu erhöhen.
Handys und Warn-Apps schlugen ebenfalls Alarm
Die Sirenen waren nur ein Teil des Tests. Auch über Cell Broadcast wurden Warnmeldungen direkt an entsprechend eingerichtete und empfangsbereite Mobiltelefone verschickt. Pünktlich zum Probealarm machte ein auffälliger Warnton zahlreiche Handynutzer auf die Meldung aufmerksam. Zusätzlich lösten die Warn-Apps NINA und KATWARN aus. Die Kombination verschiedener Warnwege soll dafür sorgen, dass bei einer tatsächlichen Gefahr möglichst viele Menschen schnell erreicht werden.
Gleichzeitig dient der Warntag dazu, die Bevölkerung mit den verschiedenen Warnmöglichkeiten und den entsprechenden Signalen vertraut zu machen.Bevölkerung bereits vorab informiert
Die Kreisverwaltung Alzey-Worms hatte bereits im Vorfeld über ihre Website und die sozialen Medien auf den bundesweiten Warntag und die bevorstehende Auslösung der Warnsysteme hingewiesen. Auch einzelne Kommunen informierten über ihre eigenen Kanäle.
Mit Erfolgsquoten von 97 Prozent bei der Warnung und 95 Prozent bei der Entwarnung zeigte der Test insgesamt eine hohe Funktionsfähigkeit der Sirenen im Landkreis. Die wenigen festgestellten Probleme können nun gezielt untersucht werden – damit im Ernstfall möglichst alle Warnsysteme zuverlässig funktionieren.

























