Alzey (as)Mehreinnahmen sorgen für Ausgleich der allgemeinen Kostensteigerungen Trotz steigender Inflation können die Bürger des Landkreises Alzey-Worms weiterhin mit stabilen Abfallgebühren rechnen. Das hat der Kreistag jüngst mit der Verabschiedung des Wirtschaftsplanes für das Jahr 2024 auf Empfehlung des Werkausschusses beschlossen. Damit bleiben die Gebühren für die Müllentsorgung zum zehnten Mal in Folge auf dem gleichen Niveau.

Wie die Werkleitung des Abfallwirtschaftsbetriebes mitteilt, sollen im Jahr 2024 alle Sparoptionen soweit wie möglich ausgeschöpft werden, bevor Gebührenerhöhungen in Betracht kommen. Sollte dennoch ein Verlust entstehen, könnte dieser mit den Restgewinnen aus den Vorjahren ausgeglichen werden.

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Im Wirtschaftsplan sind die voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben des Abfallwirtschaftsbetriebes (AWB) für das kommende Jahr zusammengestellt. Er ist also die Grundlage für die Entscheidung, ob die Einnahmen ausreichen, um die notwendigen Ausgaben im Bereich Abfallwirtschaft zu finanzieren. Insgesamt stehen den rund 15,89 Mio. Euro Einnahmen Ausgaben in Höhe von rund 15,87 Mio. Euro gegenüber. Haupteinnahmequelle des Abfallwirtschaftsbetriebes sind die Abfallgebühren von rund 13,4 Mio. Euro, die von den Haushalten und den Gewerbebetrieben bezahlt werden.

Die allgemeinen Kostensteigerungen, die im kommenden Jahr auf die Einwohnerinnen und Einwohner zukommen – insbesondere die CO2-Abgabe, die Mauterhöhung sowie steigende Energiekosten – können mit Mehreinnahmen bei den Zinsen aufgefangen werden, die für die Anlage der Rückstellungen für die Rekultivierung der Deponie Framersheim angespart wurden.Auch die Eigenversorgung der Vergärungsanlage Framersheim (hier wird der Bioabfall des Landkreises zu Kompost und Biogas verarbeitet), die mit Solarstrom erzeugt wird, hilft, die Mehrkosten auszugleichen. Der restliche Strombedarf wird mit der Verstromung des Biogases im Blockheizkraftwerk gewonnen. Darüber hinaus wird der überschüssige Strom in das Stromnetz eingespeist. Hierfür werden Erlöse von rund 400.000 Euro veranschlagt.

Ferner werden auf der Einnahmeseite des Wirtschaftsplanes aufgrund der wachsenden Zahl der Haushalte und der gewerblichen Anschlüsse Mehreinnahmen von 126.000 Euro erwartet. Weitere Einnahmequellen sind die Erlöse aus der Papierverwertung von rund 400.000 Euro, die von der Entwicklung des Papierpreises und den eingesammelten Mengen abhängig sind.Weitere Einnahmen von rund 1,6 Mio. Euro verbucht der AWB durch Kostenerstattungen für die Sammlung von Verpackungen, Verwertungserlösen für Metalle und Holz sowie aus Zinseinnahmen und sonstigen Positionen.Mit rund 11,5 Mio. Euro gibt der AWB einen Großteil seiner Ausgaben für die Sammlung, den Transport und die Verwertung von Abfällen aus. Hier sind die Mehrkosten für allgemeine Energiepreissteigerungen, etwa Kraftstoff für die Müllfahrzeuge, Maut, CO2-Abgaben, berücksichtigt. Für die Verarbeitung der Bioabfälle in der eigenen Vergärungsanlage in Framersheim werden rund 1,4 Mio. Euro angesetzt. Die Ausgaben für das Personal belaufen sich auf rund 1,6 Mio. Euro. Die Summe der Abschreibungen und sonstigen Aufwendungen beträgt 1,3 Mio. Euro.

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