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Rheinhessen (ots) – Sie treten jedes Jahr insbesondere in der Sommerzeit verstärkt auf. Menschen stehen am Straßenrand, wirken hilflos neben einem abgestellten Auto und winken Vorbeifahrenden zu, damit sie anhalten. Dann erzählen sie von einer Notlage und dass sie dringend etwas Geld brauchen.

So ist es gestern wieder um die Ortslagen Eckelsheim, Wendelsheim und Wonsheim herum passiert. Das Benzin sei ihnen ausgegangen, schilderten zwei junge Männer und sie müssten doch so dringend nach Hause. Eine Zivilstreife der Verkehrsdirektion Wörrstadt konnte nach Hinweisen aus der Bevölkerung die beiden 20 und 28 Jahre alten Männer aus Rumänien an der Autobahnabfahrt bei Bornheim antreffen, als sie gerade einen Autofahrer ansprachen. Von einer Notlage war allerdings keine Spur. In dem VW Passat der Beiden fanden die Beamten zwischen den Seiten einer Bibel versteckt insgesamt mehr als 300 Euro. Der 28-Jährige war auch bereits wegen solcher Betrügereien vorbestraft.

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Oft bieten die Betrüger angeblich wertvolle Schmuckgegenstände aus Familienbesitz als Pfand an. Bei diesem sogenannten “Autobahngold” handelt es jedoch immer um wertlosen Modeschmuck aus Messing.

Die Polizei empfiehlt, keine Geldbeträge zu schenken oder gar zu “leihen”. Mit dem Überreichen der Telefonnummer eines Pannendienstes oder dem freundlichen Angebot, die nächste Polizeidienststelle zu informieren, ist wirklich Hilfesuchenden auch geholfen.

Das erbettelte Geld der beiden Männer hat die Polizei sichergestellt und beide erhielten erneut Anzeigen wegen Betruges.

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