Bei der Vorausverjüngung werden reine Nadelwälder behutsam in zukunftsfähige Mischwälder überführt. Foto: LandesforstenRLP.de / Jonathan Fieber
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Gemeinsam Waldzukunft gestalten
Forstamt Rheinhessen lädt zum Internationalen Tag der Wälder ein
Alzey (as) – Wie können wir die Anpassungsfähigkeit der Wälder in der Klimakrise unterstützen und deren Widerstandskräfte gegen Extremwetter und Erderhitzung erhöhen? Diese zentrale Frage steht im Mittelpunkt zweier dialogorientierter Waldwanderungen die das Forstamt Rheinhessen rund um den Internationalen Tag der Wälder am 21. März anbietet. Eingeladen sind alle an der Zukunft des Waldes interessierten Bürgerinnen und Bürger. Die Veranstaltungen finden am 21. und 26. März im Ober-Olmer Wald und im Revier Vorholz bei Bechenheim statt.

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Er ist Sauerstoffspender, Wasserspeicher, Luftfilter und Klimaschützer, Erholungs- und Gesundheitsraum, Heimat unzähliger Tier- und Pflanzenarten, Holzlieferant und Arbeitgeber. „Wald ist Zukunft, aber eine Zukunft ohne Wald mag ich mir kaum vorstellen“, umreißt Forstamtsleiter Wolfgang Vogt die Bedeutung der „grünen Lebensader“ sowie die Herausforderungen, vor denen der Wald im Klimastress steht. „Millionen Bäume sind seit 2018 durch Hitzewellen, Dürre, Stürme und Starkregen in Rheinland-Pfalz abgestorben. Auch in unserer Region leidet der Wald.“, macht der Forstmann den Ernst der Lage deutlich. Betroffen sind nicht nur vom Borkenkäfer heimgesuchte Fichten. Selbst die von Natur aus am häufigsten vorkommende Buche und weitere Baumarten leiden.
Anlässlich des Tages der Wälder möchten die Forstleute mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch darüber kommen, wie Waldzukunft gemeinsam gestaltet werden kann. „Wir Forstleute verfolgen dabei ein klares Konzept, das sich mit der Überschrift ‚Naturwald Plus‘ beschreiben lässt“, erläutert Joscha Erbes vom Forstrevier Vorholz. Es setzt auf vielfältige, strukturreiche Mischwälder und vorrangig auf die natürliche Ansamung heimischer Baumarten. „Diese natürliche Verbreitung ergänzen wir bei Bedarf punktuell und ganz gezielt durch Pflanzung dürreresistenterer Arten und Herkünfte. So helfen wir dem Wald, sich schneller anzupassen, als dies die Evolution vermutlich machen würde“, verrät der Förster vorab. Wie die praktische Umsetzung des Konzeptes konkret aussieht, möchten Erbes und seine Kollegen im Rahmen der Aktionsangebote im Wald vor Ort anschaulich vorstellen.

Doch egal wie gut es gelingt, die Widerstandsfähigkeit der Wälder im Klimastress zu erhöhen: Es bleibt parallel der dringende Handlungsbedarf, die gesellschaftlichen Anstrengungen für mehr Klimaschutz deutlich zu forcieren. Dies hat der Weltklimarat in seinem jüngsten Bericht „Klimawandel 2022: Auswirkungen, Anpassung und Anfälligkeit“ mit allem Nachdruck angemahnt. Hier kann jede und jeder Einzelne einen Beitrag im eigenen Bereich leisten und damit Waldzukunft gestalten.
Aktionen des Forstamtes Rheinhessen zum Internationalen Tag der Wälder
• 21.03.2022, 17:30 Uhr, Förster-Exkursion (barrierefrei), 55270 Ober-Olm, Wald-Naturschutzzentrum
• 26.03.2022, 14:00 Uhr, Klima-Führung, 55234 Bechenheim, Waldparkplatz am Sportplatz
Weitere Informationen zu Terminen unter rheinhessen.wald.rlp.de

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