Unsere Innenstadt hat mit ihren historischen Plätzen und Fachwerkhäusern, den vielen inhabergeführten Betrieben und dem gastronomischen Angebot bereits sehr viel zu bieten”, stellt Bürgermeister Steffen Jung fest. Doch zugleich werden die Herausforderungen für die Innenstädte nicht weniger. Um bei der Gestaltung der Innenstadt noch handlungsfähiger zu werden, steht im Zuge des Bundesprogramms Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren die Gründung eines Alzeyer Innenstadtbeirats an, der sich künftig bei allen Belangen rund um die Innenstadt einbringt und diese aktiv mitgestaltet. “Das Bundesprogramm und die Gründung des Innenstadtbeirats geben uns nun die Möglichkeit, die Akteure noch enger zusammenzubringen, die Innenstadt so weiter aufzuwerten und zu einem Treffpunkt für alle Generationen zu machen“, so Jung weiter.

Die Innenstadt soll zu einem multifunktionalen und resilienten Identifikationsort der Stadt werden. Ein Wohlfühlort Bürger, wie auch für den Einzelhandel und sonstige Akteure. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es wichtig, die vorhandene Attraktivität zu erhalten und auszubauen. Zukunftsfähige und nachhaltige Ansätze in Verbindung mit einem koordinierten und übergreifenden Zentrumsmanagement helfen dabei, die vorhandenen Herausforderungen zu bewältigen und die Potenziale zu nutzen.

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Der Anpassungsdruck der Innenstädte durch den Strukturwandel, den Online-Handel und die Folgen der Corona-Pandemie auf den Einzelhandel ist zwar groß, aber die Innenstadt hat über dies hinaus weit mehr Aufgaben zu erfüllen. Insbesondere die Funktion der Innenstadt als Sozial-, Arbeits- und Erlebnisraum gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Sie soll ein Anziehungspunkt für die Bevölkerung von Alzey, Umgebung sowie Touristen sein.

Ebenso sind baukulturelle Qualitäten, soziale Aspekte und die Einbindung kreativer und innovativer Vorhaben im Rahmen der anstehenden oder benötigten funktionalen, städtebaulichen und immobilienwirtschaftlichen Anpassungen von Belang. Die Handlungsfelder sind dementsprechend vielfältig, es muss ein breites Aufgabenspektrum abgedeckt werden. Das aufzubauende Zentrumsmanagement umfasst dabei nicht nur die Konzepterstellung, sondern auch die koordinierte Umsetzung verschiedener Maßnahmen.

Das Zentrumsmanagement setzt sich zusammen aus den Bausteinen „Aktivierung und Beteiligung“, „Städtebau und Immobilien“ und „Image und Marketing“. Die Bausteine greifen systematisiert ineinander und werden in einem strategischen und modularen Vorgehen erarbeitet. Zu den Ergebnissen, die während des Prozesses entstehen, gehören ein Zentrenprogramm, bestehend aus Innenstadtentwicklungskonzept und Maßnahmenprogramm, ein aufzubauendes digitales Immobilienmanagement und die Gestaltung eines Imageprozesses samt Imagestudie, -konzept und Vermarktungsmöglichkeiten.

Das übergeordnete und integrierte Zentrenmanagement steht als Dach über den genannten Bausteinen und dient als roter Faden für die Entwicklung der Innenstadt. Auch laufende Projekte und Planungen werden berücksichtigt und fließen hier ein.

Als eine tragende Säule der Entwicklung soll im Baustein „Aktivierung und Beteiligung“ ein auf Dauer angelegter Innenstadtbeirat mit verschiedenen Akteuren eingeführt werden. Dieser sichert die Einbindung der verschiedenen Interessen unterschiedlicher Akteure. Als Gremium mit beratender und unterstützender Funktion wird es die Entwicklung und Gestaltung der Alzeyer Innenstadt begleiten, den Prozess und die Erarbeitung des Zentrenmanagements unterstützen und aktiv Ideen einbringen.

Doch auch die Beteiligung der Bürger ist in diesem Rahmen wichtig. Die Anliegen und das Engagement werden durch verschiedene Formate wie Foren, Workshops und Arbeitsgruppen aufgenommen, implementiert, die Umsetzung der Maßnahmen des Zentrenprogramms gemeinsam erarbeitet und niederschwellige Maßnahmen vorangetrieben.

Die Projektlaufzeit wird in drei Phasen untergliedert:

· Aktivierungs- und Konzeptphase: April 23 bis Dezember 23

· Projekt- und Maßnahmenphase: Januar 24 bis März 25

· Evaluations- und Verstetigungsphase: April 25 bis August 25.

Die derzeitig laufende Aktivierungs- und Konzeptphase dient dem Strukturaufbau, der Analyse der vorhandenen Situation, dem Ableiten von Herausforderungen und Potenzialen sowie der Erarbeitung von Zukunftsthemen, die die Alzeyer Innenstadt in den nächsten Jahren beschäftigen werden. Außerdem liegt der Fokus auf der Beteiligung der lokalen Akteure und Bewohner der Innenstadt und dem Aufbau der benötigten Strukturen. Bis Ende des Jahres werden somit in einer integrativen Herangehensweise Konzepte und erste Ideen für die verschiedenen Module entwickelt.

In den kommenden Wochen tagt der erste Runde Tisch Innenstadt, der als Ausgangspunkt für den Innenstadtbeirat dient. Zudem beginnen die Aktivierungsgespräche.

Das Büro stadtimpuls aus Landau unterstützt die Stadt mit der nötigen Fachexpertise und steht allen als Ansprechpartner zur Verfügung. Um auch hier eine optimale Vernetzung zwischen Ihnen und dem Büro zu gewährleisten, steht die Einrichtung eines City-Büros mit wöchentlicher Öffnungszeit in der Innenstadt kurz bevor.

Die integrative Herangehensweise bietet allen die Möglichkeit, sich in die Entwicklung der Alzeyer Innenstadt einzubringen. Man kann gemeinsam an einem Strang ziehen – für die „Zukunftsstadt Alzey“.

Für Rückfragen zum Projekt und zum Innenstadtbeirat ist Projektleiter und City-Manager Markus Krebs ansprechbar. Entweder per E-Mail Markus.Krebs@alzey.de oder telefonisch unter der 06731-495533.

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