Landrat Heiko Sippel (5.v.r.) überreichte Männern, Frauen und Kindern aus dem Landkreis Alzey-Worms die Einbürgerungsurkunde. Foto: Kreisverwaltung Alzey-Worms
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„Wille gezeigt, Teil einer bunten und vielfältigen Gesellschaft zu werden“

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Im Landkreis Alzey-Worms leben nun 22 neue deutsche Staatsbürger. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde in der Mensa der beiden Alzeyer Gymnasien überreichte Landrat Heiko Sippel den Neubürgern die
Einbürgerungsurkunde und gratulierte zu diesem besonderen Anlass.
Heute ist ein bedeutender Tag, an dem Sie sich zu Ihrer neuen Heimat, zu Deutschland,
bekennen“, freut sich Landrat Heiko Sippel und nahm den Männern, Frauen und Kindern, die teilweise schon seit vielen Jahren in den Ortsgemeinden und Städten im Landkreis leben, das Gelöbnis auf das Grundgesetz ab.
Dieses biete den neuen deutschen Staatsbürgern elementare Grundrechte und Möglichkeiten, welche nicht in allen Ländern der Welt als Selbstverständlichkeit anzusehen sind. Insbesondere das Wahlrecht hebt Sippel als ein herausragendes Recht hervor: „Sie dürfen nun nicht nur wählen, sondern können sich auch selbst zur Wahl aufstellen und wählen lassen“. Bereits bei der kommenden Bundestagswahl am 26. September sind die Neubürgerinnen und Neubürger als Deutsche im Sinne des Grundgesetzes wahlberechtigt und können aktiv mitbestimmen, wer künftig ihre politischen
Interessen vertritt. Eine lebendige Demokratie lebe vom Mitmachen und beginne dann, wenn jemand seine Meinung äußert und sich einbringt.
„Mit der Einbürgerung haben Sie bereits Wille gezeigt, Teil einer bunten und vielfältigen Gesellschaft zu werden“, lobt der Kreischef die neu Eingebürgerten und ermutigt sie weiterhin, sich mit all ihren kulturellen Erfahrungen am Gemeinweisen zu beteiligen. So sind die Neubürger dazu angehalten, Ehrenämter in ihren Heimatgemeinden zu übernehmen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt weiter zu stärken.

Die neu Eingebürgerten stammen aus insgesamt zwölf Herkunftsländern. Vier Personen kommen ursprünglich aus Rumänien, gefolgt von Bürgerinnen und Bürgern aus Polen und Syrien (jeweils drei Personen), Italien und Ungarn (jeweils zwei Personen) sowie aus Kroatien, Bulgarien, Kolumbien, Thailand, Kamerun, Afghanistan und der Schweiz (jeweils
eine Person), eine weitere Person ist staatenlos.
Eingebürgert werden kann, wer seit acht Jahren seinen rechtmäßigen Wohnsitz im Inland hat, sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes bekennt, seinen
Lebensunterhalt ohne öffentliche Unterstützung bestreitet, nicht wegen einer Straftat verurteilt wurde und ausreichende Deutschkenntnisse im Rahmen eines Einbürgerungstests nachgewiesen hat. 180 Männer, Frauen und Kinder konnten im Jahr 2019 im Landkreis Alzey-Worms eingebürgert werden, 171 waren es im vergangenen Jahr. Ausländische Mitbürger aus Staaten der Europäischen Union haben zudem die Möglichkeit, ihre bisherige Staatsangehörigkeit beizubehalten und eine doppelte Staatsangehörigkeit zu erlangen. 19 der neu Eingebürgerten machten von dieser Möglichkeit Gebrauch.

Die Feierlichkeit wurde musikalisch umrahmt von Dr. Christoph Lukas Brehler, Lehrer der Kreismusikschule Alzey-Worms. Er begeisterte die Zuhörerinnen und Zuhörer mit Werken aus der ersten Suite für Violoncello solo von Johann Sebastian Bach.

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