26 Helferinnen und Helfern, die der Landkreis Alzey-Worms 2021 ins Ahrtal entsendet hatte, überreichte Landrat Heiko Sippel die Fluthilfemedaille des Landes. Foto: Kreisverwaltung Alzey-Worms/Simone Stier

„In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 wurde das Land Rheinland-Pfalz von einer Flutkatastrophe in unvorstellbarem Ausmaß getroffen, bei der 135 Menschen ihr Leben verloren haben und die im nördlichen Rheinland-Pfalz schwere Verwüstungen und Zerstörungen angerichtet hat. Sie haben gemeinsam mit unzähligen freiwilligen Helferinnen und Helfern vor Ort tatkräftig dazu beigetragen, Schäden zu beseitigen und die betroffenen Menschen sowie die Einsatzkräfte auch seelisch zu unterstützen. Ihnen zu Ehren hat die Landesregierung jetzt die sogenannte Fluthilfemedaillen verliehen. Die Medaillen sind ein Zeichen ganz besonderer Wertschätzung und Anerkennung“, sagte Landrat Heiko Sippel. Im Namen von Ministerpräsidentin Malu Dreyer überreichte der Kreischef bei einer Feierstunde im Kreishaus die Medaillen an 26 Helferinnen und Helfer – Verantwortliche des Brand- und Katastrophenschutzes des Kreises und zahlreiche Notfallseelsorger – die der Landkreis Alzey-Worms 2021 ins Ahrtal entsendet hatte. Insgesamt erhalten über 800 Einsatzkräfte aus dem Landkreis Alzey-Worms, die sich im Ahrtal unter anderem aus der Feuerwehr und anderen Hilfsorganisationen als Helferinnen und Helfer engagiert haben, die Medaille. Diese Ehrungen werden von den jeweiligen Kommunen und Organisationen separat durchgeführt. 

Mit zahlreichen Bildern, die das Ausmaß der Flutkatastrophe verdeutlichten, erinnerte der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Landkreises Alzey-Worms, Michael Matthes, an den Einsatz und an das vor Ort Erlebte. „Unvorstellbare Wassermassen haben das Ahrtal und die Region Trier vom 14. auf den 15. Juli 2021 getroffen. Helferinnen und Helfer aus dem Landkreis Alzey-Worms waren von der ersten Stunde an bei den Evakuierungs-, Pump- und Aufräumarbeiten mit dabei. Am 15. Juli um kurz nach 12 Uhr haben wir den Marschbefehl erhalten und sind mit dem Hochwasserzug des Landkreises mit acht Fahrzeugen und 34 Einsatzkräften von der Feuerwache in Alzey aus ins Katastrophengebiet gestartet“, berichtete Matthes. Mit insgesamt rund 1.800 Einsatzkräften wurden über 22.000 Einsatzstunden geleistet. Neben der Sicherstellung des Brandschutzes und der allgemeinen Hilfe haben die Helfer unter anderem auch ein großes Altenwohnheim mit 370 Plätzen evakuiert. In der Feuerwache in Alzey waren darüber hinaus parallel zahlreiche Einsatzkräfte mit der zentralen Logistik, dem Reinigen und der Instandsetzung der technischen Gerätschaften befasst. Schichten mussten über Wochen hinweg organisiert und Verwaltungsarbeiten ausgeführt werden.

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„Unser Einsatz hat gezeigt, dass der Landkreis im Bereich des Brand- und Katastrophenschutzes sehr gut aufgestellt ist und die Zusammenarbeit funktioniert“, betonte Matthes. Mit der Einrichtung eines Verwaltungsstabes, intensiven Schulungen und einer im Herbst geplanten Großübung werde dieser Bereich stetig weiterentwickelt um auf die unterschiedlichen Katastrophenszenarien zum Schutz der Bevölkerung möglichst gut vorbereitet zu sein.  

Mit der Auszeichnung „Fluthilfemedaille 2021 des Landes Rheinland-Pfalz“ wurden geehrt:  Michael Matthes (Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Landkreises Alzey-Worms), Joachim Ganz (stellvertretender Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Landkreises Alzey-Worms), Thomas Jäckel (stellvertretender Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Landkreises Alzey-Worms), Jens Dürsel-Mierswa (Leitender Notarzt); Alexander Frohmajer (Leitender Notarzt), Bernd Hawlisch (THW), Jürgen Arndt (Sprecher Notfallseelsorger),  Guntram König (Sprecher Notfallseelsorger), Heike Berg, Carolin Bollinger, Ulrike Clemens, Berthold Dick, Gabriele Dick, Heike Fronhöfer, Michaela Holzki, Uwe Kießling, Matthias Kirsch, Angela Leßmann, Sabine Muders, Kristine Niebergall-Klein, Benno Rehn, Haike Pieroth-Groß, Esther Rinck, Bärbel Ritzheim-Bogdanow, Rosemarie Schopp-Melzer, Dagmar Winter (alle Notfallseelsorger). 

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