Symbolbild - weggeworfene Zigarette
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Unter dem Motto „Sauberhaftes Alzey“ räumten zahlreiche Helferinnen und Helfer in dem viertägigen Aktionszeitraum vom 23. Februar bis 26. Februar gemeinsam die Alzeyer Stadt auf. Dabei trugen viele Beteiligte eine wiederkehrende Erkenntnis an die Stadt: viele Zigaretten mussten vom Boden aufgehoben und ordnungsgemäß entsorgt werden. 

5,6 Billionen Zigaretten werden pro Jahr laut WHO gequalmt. Grob geschätzt 500.000 Tonnen Kippen landen in der Natur. Dabei erschweren auf dem Boden entsorgte Zigaretten nicht nur dem um Sauberkeit bemühten Alzeyer Bauhof die Arbeit, sondern Zigaretten haben in der Natur schwerwiegende Folgen für diese und damit für uns Menschen!

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Die Zigarettenfilter bestehen in der Regel aus dem Kunststoff Celluloseacetat. Bis dieser sich zersetzt, vergehen Jahrzehnte und auch dann sind Plastikpartikel nicht in Luft aufgelöst, sondern können von Lebewesen weiter aufgenommen werden.

Die Gewässerbelastung schadet besonders infolge des wasserlöslichen Nikotins Lebewesen. Die Giftstoffe der Zigaretten führen je nach Konzentration zu Gen- und Verhaltensänderungen der Wasserlebewesen bis hin zum Tod. Forscher der Universität San Diego zeigten, dass eine einzige Zigarette in einem Liter Wasser nach vier Tagen die darin lebenden Fische tötete. Generell befinden sich alle Tiere, auch die belasteten, in einem Naturkreislauf und damit potenziell in unserer Nahrungskette.

Kleinkinder sind auch bei dieser Problematik besonders gefährdet: gerne nehmen sie Unbekanntes in den Mund, was bei Zigaretten kritisch werden kann. Berlin erfasste laut WWF die häufigsten Gründe einer Vergiftung im Kleinkindalter. Nach Medikamenten auf Platz eins folgt direkt danach das Verschlucken von Zigaretten als Vergitungsursache.

In Alzey hat eine in die Natur entsorgte Zigarette ein Verwarngeld von 35 € zur Folge. Bitte lassen Sie es dazu erst gar nicht kommen und sorgen mit uns für eine lebenswerte Stadt!

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