ALZEY (k)- Mit dem Ende des diesjährigen STADTRADELN-Aktionszeitraums ziehen die Organisatoren des erstmals angebotenen Fahrrad-Busses (BiciBus) eine gemischte Bilanz. Zwar funktionierte die Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, Schulen und ehrenamtlichen Helfern reibungslos, das Angebot wurde von den Schülerinnen und Schülern jedoch kaum genutzt.
An drei Aktionsmontagen konnten Kinder und Jugendliche auf festgelegten Routen gemeinsam und begleitet mit dem Fahrrad zur Schule fahren. Ziel des Pilotprojekts war es, einen sicheren und klimafreundlichen Schulweg zu ermöglichen und gleichzeitig das Fahrrad als Verkehrsmittel im Alltag zu stärken.
Besonders zufrieden zeigen sich die Verantwortlichen mit dem Engagement der zahlreichen Helfer. Lehrkräfte und Ehrenamtliche des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) begleiteten die Gruppen auf den Strecken und sorgten für einen sicheren Ablauf. Die Organisation und Abstimmung zwischen allen Beteiligten habe hervorragend funktioniert.
Enttäuschend fiel dagegen die Resonanz der Schülerinnen und Schüler aus. Trotz umfangreicher Werbung über die Schulen sowie zusätzlicher Anreize wie Eisgutscheine nutzten nur wenige Kinder das Angebot. Viele Jugendliche fuhren zwar mit dem Fahrrad zur Schule, schlossen sich den begleiteten Gruppen jedoch nicht an. Als mögliche Ursache sehen die Organisatoren unter anderem die gewählten Abfahrtszeiten, die nicht für alle Schulen optimal gewesen seien.
Während der Testfahrten machten die beteiligten Radfahrer zudem auf Probleme im Straßenverkehr aufmerksam. Nach ihren Erfahrungen wurden sie auf Schutzstreifen teilweise mit zu geringem Abstand überholt. Die Verantwortlichen sehen darin einen Hinweis darauf, dass die Regeln zum sicheren Überholen von Radfahrern vielen Verkehrsteilnehmern noch nicht ausreichend bekannt sind.
Trotz der geringen Beteiligung soll das Projekt fortgesetzt werden. Stadt, Schulen und ADFC wollen den Fahrrad-Bus zum Beginn des neuen Schuljahres erneut anbieten. Dann soll sich das Angebot insbesondere an Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen richten, um ihnen den Einstieg in einen sicheren Schulweg mit dem Fahrrad zu erleichtern. Durch eine frühzeitigere Information der Eltern und eine gezieltere Ansprache der neuen Schülerinnen und Schüler hoffen die Initiatoren auf eine deutlich bessere Resonanz.





























