38.000 Quadratmeter Lagerfläche, über 100 Arbeitsplätze und ein geplanter Betriebsstart im Mai: Im Industriegebiet Ost entsteht derzeit ein neues Logistikzentrum des Wormser Unternehmens TST GmbH. Bürgermeister Steffen Jung informierte sich vor Ort über den Baufortschritt.
Bauarbeiten in der Schlussphase
Direkt neben dem Werk von Eli Lilly and Company und dem Logistikzentrum von LTAA wächst auf der 78 Hektar großen Erweiterungsfläche ein weiterer Großbetrieb. Trotz laufender Arbeiten an Außenanlagen und Zufahrten soll der Betrieb bereits im Mai anlaufen. Nach Angaben des Unternehmens werden dann die ersten Lebensmittel angeliefert und verteilt.
Rund ein Jahr dauerte die Hochbauphase, hinzu kamen mehrere Monate vorbereitender Erdarbeiten. Vier Hallenschiffe sind fertiggestellt. Im Inneren entstehen Hochregallager und Verpackungslinien, parallel werden Büro- und Sozialräume ausgebaut.
38.000 Quadratmeter für Frischelogistik
Das neue Werk umfasst etwa 38.000 Quadratmeter Lagerfläche, ergänzt um rund 1.400 Quadratmeter Büro- und Sozialbereiche sowie 1.100 Quadratmeter Mezzaninflächen. Geplant sind mehr als 100 Arbeitsplätze, darunter auch Ausbildungsplätze im Bereich Logistik.
Die Hallen sind in unterschiedliche Temperaturzonen unterteilt und auf Frischeprodukte wie Backwaren ausgelegt. Tiefkühlware ist am Standort nicht vorgesehen. Von Alzey aus sollen vor allem Lebensmittel für den regionalen Einzelhandel verteilt werden.
Ersatz für bisherigen Standort
Das Zentrum im Industriegebiet Ost ersetzt den bisherigen Standort in der Karl-Heinz-Kipp-Straße. Mit rund 8.000 Quadratmetern zusätzlicher Fläche schafft das Unternehmen dort mehr Kapazität. Der Altstandort soll nach dem Umzug abgerissen und neu bebaut werden. Der Abriss ist für Sommer 2026 geplant.
Nach Unternehmensangaben wächst die Lagerfläche in Alzey damit innerhalb von zwei Jahren von rund 30.000 auf künftig knapp 70.000 Quadratmeter. Gearbeitet wird im Fünf-Tage-Betrieb, nachts ruht der Betrieb.
Infrastruktur und Energieversorgung
Auf dem Gelände entstehen etwa 30 Lkw-Stellplätze inklusive Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Vorgesehen ist außerdem eine Fahrerlounge mit Aufenthalts- und Sanitärbereichen. Eine Photovoltaikanlage soll einen Teil des Energiebedarfs decken, unter anderem für Klimatisierung und Ladepunkte.
Gebaut wurde mit einem Generalunternehmer, die eigene Bauabteilung des Unternehmens war eingebunden. Vertreter des Unternehmens verweisen auf eine enge Abstimmung mit Stadt und Kreis während der Planungs- und Genehmigungsphase.
Bürgermeister Jung bezeichnete das Projekt als bedeutenden Impuls für den Wirtschaftsstandort. Neben zusätzlichen Arbeitsplätzen sieht die Stadt in der Ansiedlung eine langfristige Perspektive für die Entwicklung des Industriegebiets Ost.





























