Screenshot Twitter
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Selbst eingefleischte Parteigenossen können diesen Tweet nicht richtig einordnen.
Sigmar Gabriel, der ehemalige Vize-Kanzler, SPD-Chef und aktueller Weinkulturpreisträger der Stadt Alzey schrieb auf seinem Twitterkanal:  „Die deutsche Arroganz gegenüber Qatar ist zum “Ko…”!” und vergleicht im weiteren Post das Regime des Gastgeberlands mit der deutschen Vergangenheit um 1994 – ein Vergleich der durchaus hinkt: “Gefängnis, Peitschenhiebe, Sklavenarbeit sind keine Folklore! – Sie setzen allen Ernstes die Situation von Homosexuellen in Deutschland 1994 mit der von Qatar 2022 gleich?
Sie haben doch einen Sprung in der Schüssel mit Ihrer Despotenversteherei. Jetzt reicht es aber langsam!”
antwortet beispielsweise Volker Beck (ehem. migrationspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen).

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Kann mich nicht erinnern, dass 1993 Homosexuelle Angst vor Peitschenhieben haben mussten. Oder dass ‘Gastarbeiter’ in Deutschland massenhaft gestorben sind. Sigmar, ernsthaft, du kannst doch nicht ernst meinen was für einen Stuss du da in dem Tweet schreibst?“ antwortet SPD Parteigenosse Henning Tillmann.
Über 2000 Kommentare, die überwiegend Fassungslosigkeit und Unverständnis über eine solche Aussage zum Ausdruck bringen, findet man unter Gabriels Post.

Brisant: Gabriel sitzt seit 2020 im Aufsichtsrat der Deutschen Bank, Qatar ist mit 8% Aktienanteile einer der wichtigsten Investoren.

Bereits am 26. April 2022 fragte die Alzeyer Zeitung , damals aufgrund heftiger Kritik in der Russland-Politik, ob Gabriel ein würdiger Preisträger für die Stadt Alzey sei – eine Frage die sich nach solch einem Post sicherlich erneut stellt.

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