Landrat Heiko Sippel (r.) überreichte dem Sprecher der Leitenden Notärzte, Jens Duersel-Mierswa (2.v.r.), das neue LNA-Kommandofahrzeug. Allseits gute Fahrt wünschten auch Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Michael Matthes (l.) und Michael Nordhoff, Kaufmännischer Direktor des DRK-Krankenhauses Alzey (2.v.l.). Foto: Kreisverwaltung Alzey-Worms
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Alzey (as) – Bei größeren Schadensereignissen mit mehreren Verletzten oder Erkrankten werden sie alarmiert – die Leitenden Notärzte (LNA) des Landkreises Alzey-Worms. Dabei stehen die Leitung und Koordination der medizinischen Einsatzkräfte und Maßnahmen vor Ort im Fokus der Arbeit der Mediziner, die diese wichtige Aufgabe ehrenamtlich übernehmen. „Ein guter Katastrophenschutz bedeutet neben engagierten und hervorragend ausgebildeten Einsatzkräften auch eine gute (fahrzeug-) technische Ausstattung, um eine optimale und schnelle Versorgung am Einsatzort sicherstellen zu können“, betonte Landrat Heiko Sippel im Zuge der Fahrzeugübergabe des neuen LNA-Einsatzfahrzeuges auf dem Gelände des DRK-Krankenhauses in Alzey. 

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Mit dem sehr ambitionierten Fahrzeugbeschaffungsprogramm 2016-2020 hat der Landkreis mit Unterstützung der Kreisgremien den Weg geebnet, dem siebenköpfigen LNA-Team rund um Sprecher Jens Duersel-Mierswa ein eigenes Kommandofahrzeug zur Verfügung zu stellen. „Bislang mussten die LNAs mit dem Privat-Kfz an den Einsatzort gelangen, was teilweise mit erheblichen Verzögerungen verbunden war“, weiß auch Dr. Alexander Frohmajer. So sei insbesondere die Geländegängigkeit des neuen Einsatzfahrzeugs entscheidend für eine gute und sichere Erreichbarkeit eines jeden Einsatzortes. Öffnet man den Kofferraum des Kommandowagens erkennt man schnell, dass der gebotene Platz optimal genutzt wurde, um für jeden Notfall gerüstet zu sein. Neben Funk und Kommunikationsmitteln, Schutzausrüstung und Megafon sind es auch einfache Utensilien, wie z.B. ein Fernglas, das den LNAs bestmögliche Bedingungen zur medizinischen Einsatzleitung ermöglichen sollen. Die Anschaffungskosten des neuen Fahrzeuges belaufen sich auf insgesamt rund 52.000 Euro. Seitens des Landes Rheinland-Pfalz ist mit einer Zuwendung in Höhe von 12.000 Euro zu rechnen. Die verbleibenden Kosten trägt der Landkreis. „Die Naturkatastrophe im Ahrtal hat uns allen gezeigt, dass die Investition in den Katastrophenschutz von besonderer Bedeutung und damit gut angelegt ist“, hob der Kreischef hervor.

Der besondere Dank aller Beteiligten gilt auch dem Kaufmännischen Direktor des DRK-Krankenhauses Alzey, Michael Nordhoff. Da von sieben Leitenden Notärzten im Landkreis Alzey-Worms gleich fünf in der Abteilung für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin des DRK-Krankenhauses in Alzey hauptberuflich tätig sind, wird das neue Einsatzfahrzeug auf dem Krankenhausgelände stationiert. Sippel, Nordhoff sowie die LNAs sind sich darin einig, dass der Fahrzeugstandort am Krankenhaus ein entscheidender einsatztaktischer Vorteil ist. „Der Großteil der LNA-Gruppe ist zur Regelarbeitszeit unmittelbar einsatzfähig und kann mit dem Kommandowagen nach Alarmierung sofort ausrücken. Auch ist das Fahrzeug nachts und an Wochenenden an diesem zentralen Standort gut und von den meisten Mitgliedern der LNA-Gruppe auch schnell zu erreichen. Die Situation hat sich dadurch für unsere Gruppe stark verbessert“, so Frohmajer. Schon bald sei dann auch der Fahrzeugunterstand fertiggestellt, der nicht nur Platz für das neue LNA-Einsatzfahrzeug bietet, sondern auch für das Notfalleinsatzfahrzeug (NEF). Diese Entscheidung schafft für alle Beteiligten Synergieeffekte und verdeutlicht die hervorragend funktionierende Netzwerkarbeit zwischen Katastrophenschutz, Krankenhaus und Rettungsdienst-GmbH in der Region.

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